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Ritterspiele in Plau : Zeitreise zu Hexen, Rittern & Falknern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Drei spannende Tage rund um Plaus Burgturm endeten am Sonntag

von
erstellt am 26.Jul.2015 | 19:03 Uhr

Mit seinen scharfen Augen fixiert der Lannerfalke seinen Falkner, Falkenflüsterer Deimos. Sie verstehen sich blind. Dann breitet er seine Flügel aus, stößt sich von seinem Pfahl ab und schnellt in die Höhe. Der Lannerfalke von Deimos kreist über dem Gelände der Plauer Burg – genau dort, wo drei Tage lang die Mittelalterlichen Ritterspiele von Eventmanager Olaf und Ulrike Schulz stattgefunden haben. Nach der Premiere im vergangenen Jahr reisen die Plauer und Touristen erneut ins Mittelalter, begeben sich auf eine Zeitreise zu Hexen, Rittern und Falknern.

„Seht, was die Freivögel getan haben“, ruft jemand den Berg hinunter. An Ketten und am Pranger werden zwei junge Männer zur Bühne geschleppt. Der Henker mit der Axt ganz dicht neben ihnen. Auch das gehört zum mittelalterlichen Spektakel. Der Kurfürst hat über das Schicksal der Freivögel zu entscheiden: Kopf ab oder Gnade? „Spielt, so wie Ihr noch nie gespielt habt – nämlich gut!“ So lautet das Urteil. Gesagt, getan. Die Freivögel singen und widmen das Lied ihrem Kurfürsten. So schnell ihre Füßen sie tragen können aber, sind sie verschwunden. Und machen damit den Weg frei – frei für die Ritter der Mandshur Tengri. Die Zuschauer versammeln sich, horchen auf, schauen hin, wie die Ritter mit ihren Äxten, Schwertern, Speeren und anderen Waffen auf Ziele schießen, sich gegenseitig attakieren, um den Schatz buhlen. Hoch zu Ross werden Kunststücke vollführt, da wird sich auch mal auf das Pferd gestellt und zwei Ringe mit ausgestreckten Armen in der Luft gehalten, damit zwei andere Ritter diese mit ihrem Speer aufspießen können.  Am Ende der Bühnenshow steht ein Sieger fest – kaum zu glauben aber wahr: Der „betrunkene“ Ritter namens Aiman Assambali gewinnt doch tatsächlich das Turnier.

So ist das bei den Mittelalterlichen Ritterspielen rund um Plaus Burgturm: Hier wird gegessen, getrunken, gegaukelt. Auf dem Mittelalterlichen Markt wird Kunsthandwerk präsentiert. Der kleine Andreas lässt sich von Günther das Bogenschießen beibringen, auch im Axtwerfen ist Günther ein Profi – zeigt es sogleich einem anderen Jungen.

 Zurück zu  Falkenflüsterer Deimos: Auch er fixiert seinen Falken, hat ihn fest im Blick – zwar nicht mit den gleichen scharfen Augen – dennoch weiß er die gesamte Zeit, wo sein Greifvogel ist. Schließlich trägt dieser kleine Glöckchen. Dann ein Windhauch, so schnell wie er gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden. Der Lannerfalke zeigt all seine Flugkunst – direkt über den Köpfen der Zuschauer hinweg. Dann plötzlich sitzt er vor ihnen und hat seine Beute erlegt – genüsslich knabbert er daran. Schützt das geschlagene Futter mit seinem Gefieder, denn auch Turmfalken kreisen über der Plauer Burg. Das aber weiß der Lannerfalke nur zu gut.

Und so endet Plaus Zeitreise: Vom Mittelalter zurück ins 21. Jahrhundert, ins Hier und Jetzt. Bis zum nächsten Mal: Auf bald, Ihr Ritter aus aus den weiten Steppen der Mongolei.

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