zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

13. Dezember 2017 | 14:09 Uhr

Gesetzesverstoß : Wut über illegalen Mülltourismus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Wieder nachts Abfälle an Sperrmüllhaufen in Lübz abgelagert, die nicht mitgenommen wurden / Stadt wünscht sich konkrete Hinweise

von
erstellt am 17.Feb.2015 | 20:45 Uhr

Auf einer größeren Rasenfläche vor einem Wohnblock in der Blücherstraße fällt an einer Stelle Müll in größtenteils schon aufgerissenen Säcken auf – alte Teppiche, Plastik, Altpapier, Dämmwolle. Hinzu gesellen sich mehrere Abschnitte von Kunststoffrohren. unterschiedlicher Länge. Als er beim Aufnehmen eines Fotos zufällig vorbeikommt, ist einem älteren Mann der Ärger anzumerken: „So war es schon öfter! Hier lag ein ganz sauber aufgepackter Sperrmüllhaufen. Dann sind sie nachts von außerhalb gekommen und haben ihren Dreck dazugeschmissen, der nicht mitgenommen wird.“ Keine Vermutung? „Nein, ich hab’s doch selbst gesehen, wohne ja hier an der Ecke.“

Fest steht: Der Stadt ist das Problem auch aus der Vergangenheit bekannt. Bei Mietern etwa von ihrer Hausverwaltung mitgeteilten Sperrmüllterminen seien sie angehalten, den Abfall so kurz wie möglich vor der Abfuhr an die Straße zu stellen, um Effekte wie die eingang geschilderten zu vermeiden, sagt Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt: „Doch in Nacht- und Nebelaktionen kommt es trotzdem immer wieder dazu. Die Herkunft des Mülls ist in der Regel nicht nachzuvollziehen, so dass ihn letztlich entweder die Hauseigentümer oder der städtische Bauhof und damit auf Kosten der Allgemeinheit beseitigen.“ Leider stehe nur überaus selten jemand zu einer Beobachtung und erstattet Anzeige. Schon ein Nummernschild könne eine wertvolle Hilfe sein. „Wir haben schon so ziemlich alles versucht, aber die illegalen Ablagerungen bleiben“, berichtet Rosenfeldt. Den wenigsten sei vermutlich bewusst, dass dabei aus der Ordnungswidigkeit leicht eine Straftat werden könne, bei der ganz andere Geldsummen eine Rolle spielen. Begründung dafür ist das „Erschleichen einer Leistung“. Angesichts der festgelegten, über die Müllgebühr finanzierten Tourenpläne für Sperrmüll in den Dörfern und den Möglichkeiten, Abfall privat durch einen Container entsorgen zu lassen oder ihn an den Annahmestellen der Firma Alba abzugeben, sei das illegale Verhalten nicht zu verstehen. Elektroschrott kann man darüber hinaus jeden Freitag von 13 bis 17 Uhr am Hafen in Lübz abgeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen