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Streit um Ungleichbehandlung : Wut im Dorf: Auflage nicht erfüllt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Einwohner kritisieren, dass seit fünf Jahren keine Ausgleichspflanzungen für errichtete Windkraftanlagen durch die Betreiber erfolgen.

svz.de von
erstellt am 12.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Vor fünf Jahren wurden auf dem Gebiet der Gemeinde Gischow die ersten Windenergieanlagen errichtet. Weil immer noch keine der damals vereinbarten Ausgleichsmaßnahmen – in der Regel das Pflanzen neuer Laubbäume – umgesetzt ist, schlugen die Wellen während der jüngsten Gemeindevertretersitzung kurzzeitig hoch.

Als Einwohner merkte Peter Suhr an, dass diese Nachlässigkeit im Umgang mit Verträgen aus seiner Sicht nicht zu verstehen sei, weil sich kein Privatmann nicht einmal einen Bruchteil davon erlauben dürfe. Außerdem werde immer wieder davon gesprochen, dass noch mehr Anlagen gebaut werden sollen: „Und offenbar ist nicht einmal die Gemeinde darüber informiert!“

Bürgermeister Jens Kühl reagierte verärgert: „Im Dorf gibt es viele Gerüchte, die sich aber auf nichts Konkretes gründen. Wenn eine Erweiterung gewünscht ist, muss der Investor mit der Gemeinde kooperieren. Wir haben um Unterlagen gebeten, wenn es Neues gibt, aber keine bekommen, so dass es keine konkreten Anhaltspunkte gibt.“ Bezüglich der noch immer nicht erfolgten Ausgleichspflanzungen sei nicht die Gemeindevertretung, sondern der Eigentümer jedes der Grundstücke verantwortlich, auf denen jetzt die Anlagen stehen. Wenn mehrere von ihnen jedoch – wie in Gischow der Fall – die Maßnahmen im Nachhinein zum Beispiel wegen Grenzstreitigkeiten oder manchmal sogar generell ablehnen, obwohl vorher anders mit ihnen vereinbart, verkompliziere dies die Lage enorm. „Dass so etwas zu Frust in der Gemeinde führt, kann ich verstehen, aber dafür bin ich nicht die richtige Instanz“, so der Bürgermeister. „Da sind die Verantwortlichen zum Beispiel aufgefordert, wasserdichte Verträge mit den Grundstückseigentümern abzuschließen.“

 

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