Elternarbeit : Wollknäule in kleine Schätze verwandelt

Professionelle Hilfe kommt von Mona Bruchmann (r.), die in Indien eine Puppenwerkstatt für benachteiligte Frauen aufgebaut hat.
Professionelle Hilfe kommt von Mona Bruchmann (r.), die in Indien eine Puppenwerkstatt für benachteiligte Frauen aufgebaut hat.

Mütter, Großmutter und Onkel nähen für Kinder Puppen in der Werderaner Kita „Weltentdecker“.

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20. Mai 2016, 05:00 Uhr

Sieben Mütter, eine Großmutter und ein Onkel von Kindern, die die Kita „Weltentdecker“ in Werder besuchen, haben das Angebot der Einrichtung angenommen, unter Anleitung jeweils eine rund 30 Zentimeter große Puppe für die Mädchen und Jungen herzustellen – bis hin zur Fertigung der winzigen Augen. „Wir haben heutzutage nicht nur die Aufgabe, den Nachwuchs zu erziehen und zu bilden, sondern auch die Eltern mit einzubeziehen“, sagt Kita-Leiterin Yvonne Zint. Bei vielen, wo man es sich wünsche, sei es jedoch schwierig, an sie heran zu kommen, weil größtenteils die Notwendigkeit zum gegenseitigen Austausch nicht gesehen werde.

Angeleitet wird die Näh-Runde von der gelernten Kindergärtnerin Mona Bruchmann. Die aus Warin stammende Mecklenburgerin hat mehrere Jahre lang mit Frauen, die wegen fehlender Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, in einem anderen Erdteil professionell Puppen hergestellt – in Indien. Bei ihr arbeiten Tibeterinnen im Exil sowie einige nepalesische und indische Frauen. 2000 war Mona Bruchmann zum ersten Mal in Indien, wo sie in einem tibetischen Flüchtlingslager Kunst und Englisch unterrichtete.

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