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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

15. Dezember 2017 | 14:50 Uhr

indianershow : „Wolfsblut“ mit vielen Ovationen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

24. Apachen-Live-Show diesmal ohne deren Chef Wolfgang Kring gestartet

von
erstellt am 27.Jul.2015 | 08:07 Uhr

Eine Apachen-Live-Show ohne den Chef Wolfgang Kring ist eigentlich undenkbar und doch war dies am Wochenende Wirklichkeit. Denn der Chef-Indianer vom Neu Damerower See liegt im Schweriner Klinikum, da er sich bei Arbeiten auf seinem Hof verletzt hatte, operiert werden musste und nun auf Genesung hofft. Doch seine Freunde ließen ihn und seine Fans nicht im Stich und studierten die Show allein ein.

Die Regie führte die sonst als Assistentin fungierende Conny Schladitz aus Quetzin und „alle Akteure waren diszipliniert und agierten bestens. Es gab intensive Proben“, so ihr Lob an die Mitstreiter, dem sich die Gefährtin von Kring, Ilona Hein, anschloss. Dabei war es gar nicht so einfach. Das Stück „Wolfsblut“ aus der Feder Krings stand zwar, aber die vielen Details wie die Tonaufnahmen mussten noch gefertigt werden. „Wir haben die Technik eingepackt und sind ins Schweriner Klinikum gefahren. Dort haben wir am Krankenbett die Textpassagen Krings aufgenommen und so war unser Wolfgang bei der Show am Neu Damerower See wenigstens stimmlich anwesend“, meinte der Tonchef Achim Hagen, der in Ludwigsfelde beheimatet ist.

Volker Arndt aus Rossow übernahm eine Doppelrolle, er spielte den Indianerhäuptling sowie den Indianer „Schneller Hirsch“. Ersteres ist mehr eine Gestikrolle, denn da verkörpere ich den Wolfgang Kring zu seinem Text vom Band. Seit 18 Jahren ist er dabei und ist entsprechend nervös, denn „diese Funktion ist schon belastend für mich“, sagt er. Diese gewisse besondere Konzentration ist bei allen zu spüren und entsprechend haben sie vorab alles noch mehr geprobt als sonst. Der 15-jährige Hossein Ayobi aus Rostock spielt einen jungen Indianerkrieger und auch er ist angespannt – doch wie er meisterten alle diese besondere Herausforderung und das Publikum dankte es mehrfach mit entsprechendem Applaus auf offener Szene. Und als am Schluss der Show Sebastian Dunkelberg aus Reinbek im Namen aller dem Chef eine schnelle Genesung wünschte, gab es lang anhaltenden Beifall aller Anwesenden auf der Naturbühne in Neu Damerow und etliche konnten sich eine Träne der Rührung nicht verkneifen.

„Wolfsblut – die Show“Und wie lief die Show? Das Buch war geschrieben, die Proben vorbei und nun galt es, das Stück auf der Bühne zu präsentieren. Dies klappte bestens und allen Akteuren ein großes Lob für ihr Spiel. Worum ging es? Wie immer um die Geschichte Amerikas, um den Streit zwischen Siedlern, der indianischen Urbevölkerung sowie der US-Armee. Auch wenn die Stunts Krings fehlten, so lag Spannung in der Luft und die Kampfszenen zischen der US-Kavallerie und den Indianern waren sehenswert, ebenso die Stadtszenen. Gerade hier gab es etlichen Spaß pur und manche Anspielung auf heutige Vorschriften. So beispielsweise, als dem Mister Dowsen (Sebastian Dunkelberg) vom Barbier (Wolfgang Brüchner) ein Zahn gezogen wurde und er keine Chipkarte bei sich hatte und eine hohe Mehrwertsteuer zahlen musste. Auch die Siedlerfrauen sorgten für manchen Spaß, vor allem als sie sich gegenseitig die Unterwäsche zeigten, mit der sie sich ihren Männern präsentieren wollen und deshalb in Streit geraten und miteinander kämpfen.

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