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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Dezember 2017 | 19:39 Uhr

Gesellschaft : Wo jeder Mensch willkommen ist

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das Lübzer Mehrgenerationenhaus besteht seit zehn Jahren. Die Team-Leiterin sieht ihre Einrichtung als Ergänzung zu anderen Angeboten in der Stadt.

von
erstellt am 05.Dez.2017 | 21:00 Uhr

Das ganze Jahr über Beschäftigungsangebote unterschiedlichster Art für jedes Alter, und das in schier unbegrenzter Zahl – das vor zehn Jahren aus dem städtischen Freizeitzentrum hervorgegangene Lübzer Mehrgenerationenhaus (MGH) macht es möglich und gehört damit ohne Frage zu den wichtigsten sozialen Einrichtungen der Region. Anlässlich des Jubiläums soll möglichst noch am Jahresende ein mit Hilfe von Kindern und Jugendlichen erstellter Film erscheinen, der die Geschichte widergibt.

Heutiger Träger der Einrichtung ist der Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V., der sich bereits seit 1994 in der Einrichtung engagiert, wo er noch weit vor dem Übernahmejahr die „Tagesgruppe Mobil“ für sozialpädagogisch betreute Kinder gründet. Erste Leiterin wird Gisela Fillbrandt. „Sechs Jahre später war die Zeit gekommen, mich zu verändern“, sagt Kerstin Lorenz, heutige Team-Leiterin des MGH. „Mir wurde angeboten, in Lübz zu arbeiten, worüber ich mich freute, weil es nicht ohne Grund versprach, interessant und vielseitig zu werden.“

Als Kerstin Lorenz ihre neue Aufgabe übernimmt, stellt sie zusammen mit der damaligen Leiterin Kerstin Schünemann das Programm im MGH um. „Hier wurde und wird sichtbar, dass dass sich die Zeit ändert und einige Angebote nicht mehr wie früher angenommen werden“, sagt sie. Die Kinoveranstaltung zum Beispiel gehörte dazu. Ab nächster Woche – genau gesagt ab Mittwoch – soll es auf Initiative von Hannah Kirchmeier mit dem „Abspielring“ nach entsprechend geäußerten Wünschen allerdings wieder losgehen. Das MGH nehme Anregungen von seinen Besuchern auf und versuche, sie möglichst umfangreich umzusetzen, wodurch das von 13 Mitarbeitern begleitete Programm in Bewegung bleibe und ständig erweitert werde.

Kerstin Lorenz sieht ihr Haus als ergänzendes Angebot zu dem anderer Vereine und Organisationen wie etwa dem LKC ’54 e.V., der Volkssolidarität, der Feuerwehr und dem Lübzer Sportverein (LKC). „Gott sei Dank gibt es alle, weil sie die Stadt bereichern“, sagt die Leiterin. „Einen Unterschied – absolut nicht im Sinne von Konkurrenz – sehe ich darin, dass wir nicht themenbezogen, sondern übergreifend arbeiten.“ Die Besucherzahlen seien im Jahr auf gut 25 000 angestiegen. Sehr viele sind Stammgäste, einige kommen hingegen nur in den Ferien. Die beiden, die am weitesten entfernt wohnen, kamen aus Neuseeland und Texas – Urlauberkinder.

Willkommen sei im MGH jeder – egal, aus welcher sozialen Schicht, welche Religion er bevorzugt, wie alt, ob mit Handicap oder ohne beziehungsweise welchen Geschlechts. Große Unterstützung erfahre die Einrichtung durch die Stadt und viele Ehrenamtliche. Auf die Frage, ob die große Mühe, viel anzubieten, auch immer durch entsprechend hohe Besucherzahlen belohnt werde, antwortet Kerstin Lorenz, dass sich ein Angebot auch für ein oder zwei Besucher lohne. Erfolg lasse sich auch deshalb generell schlecht vorhersagen, weil Interessen wechseln und sich etwas in einem Jahr kaum Nachgefragtes später als Publikumsrenner erweisen könne.

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