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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. November 2017 | 22:51 Uhr

konzertauftakt : Witzig, romantisch, sensibel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Exzellenter Auftakt der „4. Internationale Musiktage am Plauer See – Klaviertage Stuer 2014“

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Mehr als 200 Zuhörer strömten am vergangenen Samstag in die Kirche zu Stuer, um das Eröffnungskonzert der „4. Internationalen Musiktage am Plauer See – Klaviertage Stuer“ mit der bekannten Konzertpianistin Christiane Klonz zu erleben. Die Musikerin, die auch Künstlerische Leiterin des Festivals ist, begeisterte ihr Publikum mit ihren fantastischen Interpretationen. Mit großer Ausdrucksstärke und strahlender Virtuosität spielte sie Werke von Haydn, Mozart, Schumann und eigene Kompositionen. Zu Beginn wurden die Zuhörer in die Welt der Klassik entführt. Die Sonate Nr. 38 in F-Dur von Joseph Haydn wurde von ihr mit Witz und Leichtigkeit im ersten Satz, mit viel Gefühl und innerem Singen im zweiten Satz und mit wunderbar frischen Klangnuancen im dritten Satz zu Gehör gebracht.

Es folgte die Sonate in F-Dur, KV 280 von Wolfgang Amadeus Mozart. Den ersten Satz spielte Christiane Klonz ebenfalls in schöner formaler Gliederung, sauber und klar in der Artikulation. Auch der zweite Satz wurde von ihr mit großer emotionaler Tiefe gestaltet. Der dritte Satz rundete das Klangerlebnis ab: exakte Phrasierungen und schnelle Passagen kamen kontrastreich daher.

Romantisch wurde der Abend mit Werken von Robert Schumann fortgeführt. Zunächst spielte Christiane Klonz die wunderbar, zarte Arabeske, op 18 – ein Werk, das Schumann in Wien komponierte. Das wiederkehrende Hauptthema war immer elegant und gefühlvoll im Klang, die Seitenthemen wurden sehr gefühlsstark und in Tempo und Lautstärke differenziert herausgestellt. Der „Faschingsschwank aus Wien“, op 26, ein großes, fünfsätziges Werk von Robert Schumann, war ein virtuoses Feuerwerk. Christiane Klonz arbeitete die einzelnen Themen des ersten Satzes deutlich durch ihre subtile Anschlagstechnik und ihr klangliches Empfinden heraus. Der zweite Satz war von großer Lyrik geprägt. Lustig und charmant wurde der dritte Satz interpretiert. Es folgten das kraftvolle „Intermezzo“ und das Finale, das sowohl Temperament und Sensibilität vereint. Die drei in Tempo und Charakter unterschiedlichen eigenen Kompositionen der Künstlerin zeigten auch hier ihre große Musikalität und technische Versiertheit. Bravo-Rufe und lang anhaltender Applaus waren Anerkennung für diesen wundervollen Abend. Mit drei Zugaben von Mozart, Schumann und Brahms bedankte sich Christiane Klonz an angetanen Publikum.


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