Im Wahlkampf : Wissenschaftler mit Ambitionen

Macht Wahlkampf für die Liberalen: Chris Rehhagen aus Zapel.
Foto:
Macht Wahlkampf für die Liberalen: Chris Rehhagen aus Zapel.

Chris Rehhagen bewirbt sich im Wahlkreis 13 für die FDP um ein Direktmandat für den Deutschen Bundestag

von
15. September 2017, 05:00 Uhr

„Wenn Du etwas erreichen möchtest, dann musst Du kämpfen.“ Diesen Satz hat Chris Rehhagen in seiner Kindheit einmal öfter gehört und er hat ihn auch durch seine Jugend begleitet. „Heute denke ich, meiner Mutter ist es ganz gut gelungen, mich zu motivieren“, sagt Chris Rehhagen. Der 25-Jährige ist in Zapel bei Crivitz zuhause, hat nach dem Abitur in Parchim an der Uni Rostock Physik studiert, hier im April seinen Master gemacht und wird (ebenfalls hier) ab Oktober Promotionsstudent. Wissenschaftler durch und durch.

Jedoch einer mit politischen Ambitionen. Nach der Europawahl 2009 war Rehhagen der FDP beigetreten. „Ich habe mir damals viel von Guido Westerwelle angehört und war inspiriert. Inhaltlich konnte ich da voll mitgehen, was mich aber vor allem beeindruckt hat, war seine Streitbarkeit, seine Unerschütterlichkeit, mit der er zu Politik und Programm seiner Partei stand.“ Nach ersten Schritten auf Kreis- und Landesparkett der Blau-Gelben bleibt der junge Mann den Liberalen treu, als die bei den Bundestagswahlen 2013 von den Wählern in „Rente“ geschickt werden.

In diesen Tagen hat Chris Rehhagen viel zu tun: Wahlplakate kleben, Flyer verteilen, mit Wählern reden… Neu ist ihm der Wahlkampf nicht. Schon bei der Landtagswahl 2016 trat er für die FDP an. Den Einzug schaffte der Youngster damals nicht. Nach seinen Chancen bei der anstehenden Bundestagswahl befragt, sagt Rehhagen: „Ich mach mir da auf jeden Fall nichts vor. Wichtig ist, dass es unsere Partei wieder in den Bundestag schafft.“

Mit Rente, Europa und Energie besetzt die im aktuellen Wahlkampf weit mehr Themen. Chris Rehhagen - wie schon erwähnt Wissenschaftler durch und durch – fokussiert sich vor allem auf Bildung, Einwanderung, Digitalisierung und Sicherheit. Seine politische Intention in Kurzfassung: Der Bund solle mehr Verantwortung in der Bildung übernehmen und z.  B. in die Digitalisierung der Schulen investieren. Notwendig sei ein Einwanderungsgesetz, das es engagierten Flüchtlingen ermöglicht, in Deutschland zu bleiben. Wer die Kriterien nicht erfüllt, müsse gehen. Deutschland brauche ein Digitalministerium, damit die Chancen der Digitalisierung für Bildung, Gesellschaft und Wirtschaft genutzt werden können. Drängende Fragen in Bezug auf Sicherheit und Freiheit seien nur im Übereinklang zu lösen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen