projekt im Lübzer Gymnasium : Wirtschaften mit Rücksicht aufs Leben

Schüler beim Betrachten einer Karte mit Naturschutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern
Foto:
Schüler beim Betrachten einer Karte mit Naturschutzgebieten in Mecklenburg-Vorpommern

Auch Neuntklässler des Lübzer Eldenburg-Gymnasiums wollen an Bundeswettbewerb teilnehmen.

von
05. März 2016, 05:00 Uhr

Neben den 12. Klassen (wir berichteten) haben auch vier Schülerinnen der 9a des Eldenburg-Gymnasiums  Facharbeiten zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften verfasst. „Sie sind sehr gut geschrieben“, resümierte Lehrerin Birgit Brügmann gestern in der Biologie-Doppelstunde, in der Pauline Mielenz ihre Ausarbeitung zum Thema Klärschlamm vorstellte. Ihre Mitschülerinnen Marie Günther, Jette Jarchow und Ebba Andres konnten dies noch nicht, weil sie erkrankt sind. Sie haben sich damit beschäftigt, ob ein Glyphosatverbot berechtigt ist, wie Umwelteinflüsse und die Entstehung von Krebs zusammenhängen und machten sich auf die Suche nach Ursachen für zunehmende Unfruchtbarkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Zusammenfassung aller Arbeiten wird später an Pinnwänden auf dem Flur aushängen, damit alle sie noch einmal nachvollziehen können. Birgit Brügmann zufolge überlegten nun auch die Neuntklässler, am Bundesumweltwettbewerb „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ teilzunehmen.

Erbrechen, Schäden am Gehirn, an Leber und Nieren, Durchfall, Krebs, Knochenerweichung, gefährliche Rückstände von Bioziden und Pestiziden, die sich als Nervengifte auswirken – wer die von Pauline Mielenz geäußerten Fakten hörte, dem konnte schnell angst und bange werden. Als größtes Problem erweise sich der Schülerin zufolge die  immer noch übliche Praxis, Klärschlamm als Dünger auf den Feldern auszubringen. Der aktuellen Düngemittelverordnung zufolge gelten allerdings bald neue Grenzwerte, die durch die Schlämme überschritten werden. Demzufolge  müsse man zum Beispiel über den Bau einer Verbrennungsanlage nachdenken, die so benötigtes Phosphat liefern könnte, jedoch auch Risiken berge. Die Lehrerin: „Ihr seid gut. Viele Lösungen sind gefragt und vielleicht wird einer von Euch daran beteiligt sein, eine zu finden.“ ilba

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen