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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Dezember 2017 | 06:22 Uhr

Glatte Straßen : Winterdienst jetzt im Dauereinsatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Raum Lübz müssen 260 Kilometer Bundes- und Landesstraßen befahrbar gehalten werden. Die Polizei meldete gestern 28 Glätteunfälle

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Lübz Kinder gehören mit Mehrheit zu denjenigen, die Schnee begeistert. Unüberhörbar war dies zum Beispiel gestern in der evangelischen Kindertagesstätte „Sophienstift“ der Fall, wo Drei- bis Sechsjährige mit Hilfe der Erzieherinnen gleich mehrere aus drei Kugeln bestehende, teilweise ihrer Körpergröße entsprechende  Schneemänner bauten. 

Was auf der einen Seite ein  kaum zu besiegender Spaß ist, beurteilen viele Kraftfahrer als große Last.  Im Landkeis Ludwigslust-Parchim ereigneten sich bis gestern Morgen um 7 Uhr  diverse Glätteunfälle, die meist glimpflich ausgingen. Schwerpunkt war der westliche Teil des Landkreises. Meldungen über Unglücke gingen an die  Polizei unter anderem von der B 191 bei Lutheran,  der  B195  bei Greven, der B 321 bei Slate und der B 191 bei Spornitz. Aber auch bei Lübtheen, Wittenburg und zwischen Crivitz und Brüel kamen Autos auf schneebedeckten beziehungsweise rutschigen Straßen von der Fahrbahn ab.

Auf den Autobahnen 24 und 14 ging es morgens ebenfalls nur mühsam voran. Die Polizei appellierte,  „vorausschauend  und vorsichtig“ zu fahren. Viele  mussten deutlich mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einplanen.

Zwischen 7 und 9 Uhr ereigneten sich dann weitere 12 Glätteunfälle – insgesamt letztlich 28.  Wegen liegengebliebener Lastwagen waren zum Beispiel  die B 191 in Höhe des Kreisverkehrs zur B 5 bei Grabow und die B 104 in Brahlstorf sogar voll gesperrt.

Für den Winterdienst auf  260 Kilometern Land- und Bundesstraßen im Raum Lübz ist die  Straßenmeisterei Lübz  zuständig. Von ihr sind 14 Mitarbeiter im Einsatz,  die Verbindungen zwischen Parchim, Lübz, Goldberg und Plau am See rutschfest zu machen, unterstützt durch 12 Kollegen  von Firmen. Allen zusammen stehen elf Fahrzeuge zur Verfügung, davon ein kleines mit Schneepflug und Salzstreuer für Radwege. Kernarbeitszeit ist zwischen 3 Uhr morgens und abends um 22 Uhr, bei schlechter Witterung – wie jetzt –  allerdings rund um die Uhr. „Urlaub gibt es im Winter nicht“, sagt Horst Ferber, Leiter der Straßenmeisterei. Jeweils sechs seiner Männer (ein weiterer belädt die  Fahrzeuge mit dem angefeuchteten Salz) und  sechs von den Firmen fahren jetzt um 1 Uhr nachts los und sind bis zum Mittag des nächsten Tages um 13 Uhr unterwegs. Nahtlos beginnt dann die nächste, bis 1 Uhr dauernde Schicht – eine von Ferber vorgegebene Regelung, die zunächst bis Montagmittag gilt. Dann wird wieder von Tag zu Tag entschieden.

Die  Meisterei  greift auf Informationen von vielen kleinen Wetterstationen in der Region zurück. Sie liefern nicht nur die aktuelle Lufttemperatur und Windrichtung, sondern auch die entscheidende Straßentemperatur. Einige Stationen fotografieren sogar regelmäßig den Belag und präsentieren den Mitarbeitern die neusten Bilder vom Boden. Ilja Baatz

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