zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 17:57 Uhr

Goldberg Mestlin : Wieder Unfall auf Mestliner Kreuzung

vom

Am Sonntagabend krachte es erneut an der Ampelkreuzung in Mestlin. Bislang bestand keine Notwendigkeit, die Ampellaufzeit zu verlängern, da das Verkehrsaufkommen in den abgeschalteten Zeiten erheblich gering ist.

svz.de von
erstellt am 15.Jul.2013 | 06:08 Uhr

Mestlin | Am Sonntagabend krachte es erneut an der Ampelkreuzung der Landesstraßen 15 und 16 in Mestlin. Drei Personen wurden verletzt. Erst im Mai hatte es hier einen schweren Unfall gegeben. Immer war die Ampel außer Betrieb. Mestliner fordern jetzt, auf das Abschalten zu verzichten. Die Ampel ist montags bis inklusive sonnabends von 6 bis 19 Uhr geschaltet.

Am Sonntagabend gegen 18 Uhr befuhr der 58-jährige Fahrer eines Ford Escort mit Demminer Kennzeichen aus Richtung Parchim kommend die Kreuzung. Dabei übersah er den aus Richtung Goldberg kommenden Renault Twingo mit Schweriner Kennzeichen. So krachte der Ford gegen diesen und drehte ihn um 180 Grad, der Fordfahrer landete anschließend in einem Zaun. Der Fahrer sowie seine Beifahrerin (28) und auch der Fahrer des Renaults (23) wurden dabei zum Teil schwer verletzt und in die Parchimer Asklepios Klinik eingeliefert.

Erst am 31. Mai hatte es gegen 19 Uhr an gleicher Stelle gekracht. Eine Frau (46) beachtete aus Richtung Mestlin fahrend mit ihrem Renault Clio nicht die Vorfahrt eines Suzukis. Damals wurde eine Person verletzt. Die Ampel war wie auch an diesem Sonntagabend aus den Richtungen Goldberg bzw. Crivitz ausgeschaltet, aus Mestlin bzw. Parchim weist ein gelbes Blinklicht auf die zu beachtende Vorfahrt hin. Neben dem großen Stoppschild gibt es noch ein weiteres Verkehrsschild, welches auf die Stoppstraße hinweist. "Eigentlich genug Verkehrszeichen und seit der Errichtung der Ampel hat sich die Unfallhäufigkeit drastisch verringert", meint auch Petra Rambow, zuständige Fachdienstleiterin in der Kreisverwaltung.

Doch die gefühlte Sicherheit ist aus Sicht der Autofahrer eine etwas andere. "Hier hat es schon immer gekracht und warum ist die Ampel nachts und am Wochenende ausgeschaltet", fragen etliche auch auf Facebook. Heinz Ailton beispielsweise: "Müssen erst Menschen sterben, bis die Ampel auch nachts geht bzw. bis es dunkel ist?" Und Katrin Dreßler meint, "irgendwie häuft sich das ganz schön". Ein Zeuge aus Pirna, der hinter dem Unfallfahrzeug fuhr meinte: "Als Fremder nimmt man die Straße als Allee wahr, die geradeaus führt. Das gelbe Blinklicht wurde vermutlich nicht als Blinklicht, sondern als Umschaltlicht zu Rot gesehen und so meinte man, dass man es noch schaffen könnte", so der Zeuge. Ein möglicher Irrglaube, wie sich Sekunden später heraus stellte.

"Bislang bestand keine Notwendigkeit, die Ampellaufzeit zu verlängern, da das Verkehrsaufkommen in den abgeschalteten Zeiten erheblich gering ist", sagt Rambow und verweist auf die Unfallstatistik der Polizei. Wenn dort eine verstärkte Zunahme an Unfällen in diesem Kreuzungsbereich zu verzeichnen ist, dann werden Maßnahmen zu ergreifen sein, hieß es weiter. Zuständig ist das Straßenbauamt in Schwerin. Von dort war bis gestern Nachmittag noch keine Stellungnahme zu bekommen. Wir bleiben aber dran. Zumindest sollte schnellstmöglich überprüft werden, ob man nicht auch an den Wochenenden und abends bis zum Eintreten der Dunkelheit die Ampel "scharf" schalten kann. Denn gerade an den Wochenenden herrscht hier reger Verkehr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen