Unverständnis : Wieder mehr Qualm in Kleingärten

Auch Erich Pätzold gehörte zu denen, die ihre nicht kompostierbaren Gartenabfälle über den an der Anlage bereitgestellten Container entsorgten.  Fotos: Archiv/Ilja Baatz
Auch Erich Pätzold gehörte zu denen, die ihre nicht kompostierbaren Gartenabfälle über den an der Anlage bereitgestellten Container entsorgten. Fotos: Archiv/Ilja Baatz

Der Leiter der Lübzer Sparte „Eldestrand“ kritisiert die Neuregelung, keine Container für Grünabfälle mehr aufzustellen, und will eine Unterschriftensammlung organisieren.

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07. März 2014, 22:00 Uhr

Die Aufstellung von Containern für Grünabfälle vornehmlich an Kleingartenanlagen hatte man erst 2007 eingeführt. Als hauptsächlicher Beweggrund dafür wurde genannt, das lange übliche Verbrennen und die damit verbundene Belästigung durch Qualm zu beenden. Wie schon berichtet, gibt es die Container nicht mehr. Grünschnitt muss ab sofort zu Annahmestellen gebracht werden, die Anlieferer von März bis Oktober nutzen können. In Lübz ist dies der Bauhof und auch in Marnitz soll es eine Möglichkeit geben. Die Aufstellung von Containern in Siggelkow bleibt der Planung zufolge bestehen. Das neue Entsorgungskonzept wurde vom kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetrieb erarbeitet, weil die die Einsammlung von Garten- und Grünabfällen regelnden Verträge des ehemaligen Landkreises Parchim zum Jahresende 2013 ausgelaufen sind.

Helmut Zeschke, Vorsitzender des flächenmäßig größten Lübzer Kleingartenvereins „Eldestrand“, ist über die Veränderung merklich wütend: „Die Regelung war gut und wurde intensiv genutzt. Nicht nur ich, sondern auch viele Gesprächspartner verstehen deshalb absolut nicht, warum sie wegrationalisiert wird!“

Kleingärten werden sehr häufig von älteren Menschen bewirtschaftet. Für sie sei das Wegbringen des Abfalls ein Problem, weil sie zum Beispiel kein Auto (mehr) fahren, geschweige denn allen dafür ein Anhänger zur Verfügung stehe. „Und der neuen Verordnung zufolge darf ich nicht mal einen großen, sondern nur einen kleinen oder einen Kofferraum beladen, kann mich also zum Beispiel nicht für eine Abfuhr mit meinen Nachbarn zusammenschließen. Wer soll das verstehen?“, so der Vereinsvorsitzende.

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