Sanierung in Goldberg offiziell abgeschlossen : Wieder freie Fahrt in der Werderstraße

<strong>Freigegeben:</strong> Goldbergs Bürgermeister beim Durchtrennen des über die sanierte Werderstraße gespannten Bandes<foto>Ilja Baatz</foto>
Freigegeben: Goldbergs Bürgermeister beim Durchtrennen des über die sanierte Werderstraße gespannten BandesIlja Baatz

Bürgermeister Peer Grützmacher ist es an diesem Tag vergönnt, das über die Fahrbahn gespannte Stoffband zu durchtrennen. Damit ist die Werderstraße nach ihrer Sanierung offiziell wieder für den Verkehr freigegeben.

svz.de von
28. Juni 2012, 11:11 Uhr

goldberg | Bürgermeister Peer Grützmacher ist es an diesem Tag vergönnt, das über die Fahrbahn gespannte, blau- weiß-rot gestreifte Stoffband zu durchtrennen. Damit ist die Werderstraße nach ihrer Sanierung offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. "Abgeschlossene Investitionen in Betrieb zu nehmen gehört zu den sehr angenehmen Dingen", so Grützmacher. Mit rund 1,35 Millionen Euro sei die Werderstraße in seiner Amtszeit die bisher teuerste. Auch durch die gute Zusammenarbeit unter anderem zwischen Straßenbauamt, Innenministerium und der ebenfalls einen Anteil leistenden Kommune, die gesetzlich dazu verpflichtet sei, die Bürger zu beteiligen, habe man den vorausgesagten Fertigstellungstermin nicht nur eingehalten, sondern sogar weniger Zeit benötigt. Außerdem wurde der geplante Kostenrahmen eingehalten: "Das ist in den seltensten Fällen so." Der Bürgermeister dankte den Baufirmen für ihre Arbeit und freue sich, dass sowohl die WEMAG als auch die Telekom die Gelegenheit nutzten, ihre Leitungen zu erneuern. Den Ausbau des kombinierten Geh- und Radweges müsse man auch in touristischer Hinsicht als Vorteil sehen.

Die Anlaufphase sei zwar lang gewesen - an dem Projekt wurde zumindest auf dem Papier bereits seit 2002 gearbeitet - doch letztlich "lief alles ab wie ein Länderspiel", sagte Frank Hoffmann vom Straßenbauamt Schwerin. "Wäre es überall so, hätte ich ein weitaus besseres Nervengerüst." Planerin und Bauleiterin Melitta Gottschalck legte Humor an den Tag: "Es ging immer wieder auch um Recherchen, wo welches Rohr herkommt. Vergessen haben wir niemanden, denke ich." Allgemein gab es Lob für die guten Absprachen zwischen den Anwohnern und Firmen, die sich so gegenseitig unterstützten. Dass man von der Baustelle wenig gehört habe, sei ein gutes Zeichen gewesen.

Die technische Abnahme erfolgte bereits in der vergangenen Woche. "Hier wurde ein technisch anspruchsvolles Projekt zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt", so Anett Voß, Mitarbeiterin im Bauamt. "Die Probleme bestanden zum Beispiel in dem hohen Grundwasserstand und dem teilweise aus Torf wie Lehm bestehenden Untergrund."

Der ausgebaute Straßenzug ist insgesamt gut einen Kilometer lang. Die Arbeiten und damit auch die Fördergelder wurden in zwei Abschnitte/Scheiben aufgeteilt, weil die Stadt sonst nicht in der Lage gewesen wäre, die notwendigen Summen auf einmal allein vorzufinanzieren. Zum ersten Mal rückten Bauarbeiter 2011 vom 11. April bis Ende November an und machten sich an dem 435 Meter langen Teilstück von der Einmündung Lange Straße bis zum Ford-Autohaus zu schaffen. Der zweite Abschnitt wurde von April bis Juni diesen Jahres vollendet. Letzteres war nicht so aufwändig, weil es hier bereits einen tragfähigen und frostsicheren Untergrund gab. Die Schmutzwasserleitung ist bereits seit gut zehn Jahren erneuert, so dass es jetzt nur noch darum ging, auch das Regenwasser durch neue Rohre fließen zu lassen. Errichtet wurde außerdem eine Straßenbeleuchtung, mit der sich 85 Prozent Energie einsparen lässt.

"Es war eine der teuersten Straßenbaumaßnahmen in Goldberg überhaupt", sagt Anett Voß. "Erfreulich ist, dass alles unkompliziert lief und bei Problemen gemeinsam nach Lösungen gesucht wurde."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen