Kulturleben : Wichtiger Anlaufpunkt in Lübz

Aufmerksames Publikum beim Sponsorenabend
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Aufmerksames Publikum beim Sponsorenabend

Der Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V. hat Unterstützern aus Politik und Wirtschaft mit einem Sponsorenabend im Mehrgenerationenhaus gedankt.

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04. September 2017, 05:00 Uhr

Bereits zum dritten Mal wie immer im Hochsommer lud der Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V., Träger des Mehrgenerationenhauses (kurz MGH) in Lübz, am Freitagabend zum dort veranstalteten Sponsorenabend für Unterstützer aus Politik und Wirtschaft und weiteren Freunden ein. Zusammen fiel er mit dem zehnjährigen Bestehen der Einrichtung und dem Abschluss des erneut umfangreichen Programms in den Sommerferien. Die „Tagesgruppe Maobil“ erfreute die Besucher bei dem Fest mit der Aufführung der von ihr einstudierten „Vogelhochzeit“ von Rolf Zuckowsky. Damit nicht genug: Die Kinder trugen darüber hinaus bis zur letzten Schleife selbst hergestellte Kostüme und arbeiteten mit von ihnen gebastelten Requisiten. Die Tagesgruppe hat zum Ziel, die Familie zu entlasten, die Kompetenzen eines Kindes zu stärken und es intensiv therapeutisch zu fördern.

„Dieser Termin ist eine schöne Tradition, bei dem die Besucher locker miteinander ins Gespräch kommen und sie können sehen, was hier wirklich getan wird, wofür man Unterstützung leistet“, sagt Jan Buchholz, Geschäftsführer des in Parchim ansässigen Trägers. „Mehrgenerationenhaus – Das Wohnzimmer für alle“ laute die vom Bund ausgegebene Devise. Vor allem dank der von ihm und auch der Stadt Lübz (sie selbst betrieb in dem Haus bis vor zehn Jahren ein Freizeitzentrum) gezahlten Unterstützung habe man die Sicherheit, dass das MGH in Lübz auf jeden Fall bis 2020 finanziert ist. Aus diesem Grund sei ein Dank an die Politik angebracht.

Lübz‘ Bürgermeisterin Gudrun Stein erneuerte am Freitagabend ihren unlängst schon einmal geäußerten Glückwunsch für die im MGH gezeigten Leistungen und das Durchhaltevermögen. Ihr pflichtet Bürgervorsteherin Inge Arnhold bei: „Ich bin ebenfalls begeistert, dass es dieses Haus gibt. Es muss unbedingt erhalten werden. Und auch ich bin mir sicher, dass unsere Stadtvertreter alles dafür tun werden, was irgend möglich ist.“

Zu den Besuchern gehörte auch Birgit Jagusch, Vorsitzende des Sozialausschusses der Lübzer Stadtvertretung, beruflich Beschäftigungstherapeutin im Altenpflegeheim „Haus am Freistrom“. Sie kam mit einer Kollegin und zwei Bewohnern des Heims zu dem Fest. „Als Kommune unterstützen wir diese Einrichtung aus voller Überzeugung und vom Heim aus sind wir auch zu anderen Gelegenheiten öfter hier“, so die Stadtvertreterin. „Das Haus ist für unsere Stadt sehr wichtig.“

Auch Dr. Monika Schellenberg, Vorstandsvorsitzende des Jugendfördervereins, beglückwünschte Teamleiterin Kerstin Lorenz und ihr Team zu den zahlreichen mit großem Fleiß erdachten und umgesetzten Veranstaltungen. Nicht vergessen dürfe man allerdings die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die der Erfolg nicht möglich wäre. „Die hier geleistete Arbeit ist mit nichts aufzuwerten“, meint der Landtagsabgeordnete Christian Brade (SPD). „Hier geben Menschen alles für Angehörige aller Altersklassen – mit Herz und Kompetenz. An sie kann man deshalb bedingungslos und besten Gewissens verweisen, wie ich es auch schon nach meinen Sprechstunden getan habe, zu denen öfter Menschen mit Problemen kommen.“ Die in Parchim im Sachbereich Prävention arbeitende Polizeihauptkommissarin Kathleen Guder unterstützt die Aussage: „Auch wir sind gern hier. Es ist ein Anlaufpunkt, der optimalen Zeitvertreib ermöglicht.“

Kerstin Lorenz ist seit drei Jahren Teamleiterin. Ihr zufolge drehen Kinder und Erwachsene momentan einen Film über das 139 Jahre alte MGH, der im November fertig sein soll (der erste Schritt wurde am Freitag schon gezeigt). Außerdem habe man einen Zuschuss für den Umbau des Spielzimmers erhalten. Jan Buchholz zufolge richte die bundesweit aktive Country-House-Stiftung dort eine Kuschelecke für Kinder unter anderem mit Akustikbett im Wert von 1000 Euro ein.


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