Dobbertin : Wichern-Adventskranz schmückt Landtag

Mitarbeitende und Bewohner des Diakoniewerkes  Kloster Dobbertin überreichten  den traditionellen Wichern-Adventskranz im Schweriner Landtag M-V.
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Mitarbeitende und Bewohner des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin überreichten den traditionellen Wichern-Adventskranz im Schweriner Landtag M-V.

Mitarbeitende und Bewohner der diakonischen Klosteranlage haben den traditionellen Wichern-Adventskranz im Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss überreicht. Er ist Symbol für Innehalten, Geduld und Sorgfalt.

svz.de von
05. Dezember 2013, 12:00 Uhr

Kurz vor dem 1. Advent haben Mitarbeitende und Bewohner des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin gGmbH den traditionellen Wichern-Adventskranz im Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss überreicht. Dieser besondere Adventskranz wurde 1839 von dem evangelisch-lutherischen Theologen und Erzieher Johann Hinrich Wichern (1808 – 1881) eingeführt. Johann Hinrich Wichern bot Kindern, die in großer Armut lebten in einem Haus vor den Toren der Stadt Hamburg ein Obdach und neue Hoffnung für ihr Leben.

Auf die Frage der Kinder hin, wann denn endlich Weihnachten sei, baute er aus einem alten Wagenrad einen Kranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. An jedem Tag in der Adventszeit wurde nun eine Kerze entzündet, so dass die Kinder die Tage bis Weihnachten abzählen konnten. Der heutige traditionelle Adventskranz mit vier Kerzen hat sich später aus diesem großen Kranz entwickelt. Im Jahr 2011 hat die Diakonie Mecklenburg-Vorpommern den Wichernkranz nachgebaut. Im vergangenen Jahr stand er während der Adventszeit im Foyer des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg Vorpommern. Wie Sonnhild v. Rechenberg, Diakonin im Kloster Dobbertin, mitteilte, empfing nun Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider die Besuchergruppe aus Dobbertin und Diakoniepastor Martin Scriba herzlich im Schweriner Schloss und freute sich, dass der schöne große Kranz nun die ganze Adventszeit über den Schweriner Landtag schmücken wird. In unserer schnelllebigen Zeit ist er eine Einladung zum Innehalten und ein Symbol dafür, Entscheidungen mit Geduld und Sorgfalt zu treffen. An jedem Tag wird durch eine Mitarbeiterin des Landtages eine weitere Flamme aufgesteckt.

Hans Hopkes, Geschäftsführer des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin gGmbH, überreichte mit herzlichen Grüßen aus Dobbertin eine schöne Kerze aus den Dobbertiner Werkstätten an die Landtagspräsidentin, verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Die Landtagspräsidentin bedankte sich bei denen, die sich in allen diakonischen Arbeitsfeldern um hilfebedürftige Menschen kümmern. Die Bewohner des Dobbertiner Klosters sangen mit allen Anwesenden Adventslieder und freuten sich im Anschluss an die Veranstaltung über die Extra-Führung durch den Landtag.


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