Lübz : Werder heimste den Siegerpokal ein

Gerettet: Julia Meier wurde bei einer Vorführung von Parchimer Feuerwehrkameraden aus dem Unfallwagen freigeschnitten.
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Gerettet: Julia Meier wurde bei einer Vorführung von Parchimer Feuerwehrkameraden aus dem Unfallwagen freigeschnitten.

Kaum war das Amtswehrtreffen in Lübz vorbei, heulten die Sirenen: Brandmelder im Einkaufszentrum schlug Alarm

svz.de von
10. Juni 2018, 21:00 Uhr

Der Zeitpunkt hätte kaum günstiger sein können: Kaum war die Siegerehrung beim Amtswehrtreffen in Lübz vorüber, dröhnte ohrenbetäubendes Sirenengeheul durch die Eldestadt. „Das ist ein scharfer Alarm“, informierte Amtswehrführer Danilo Urbutat nach einem Blick auf seinen Melder: „Es brennt im Lübzer Einkaufszentrum.“

Es war etwa 13.50 Uhr, als die ersten Fahrzeuge mit Aktiven der Lübzer Feuerwehr vom Rudolf-Harbig-Sportplatz in Richtung Brandstelle ausrückten. Selten zuvor war die Einsatzabteilung bei einem Alarm derart personalstark. Doch die besorgten Gemüter beruhigten sich schnell: Die Brandmeldeanlage hatte lediglich einen Fehlalarm ausgelöst, die Einsatzkräfte konnten wieder abrücken.

Zuvor hatten sich sechs von den 13 Wehren aus dem Amtsbereich auf dem Lübzer Sportplatz einen Leistungswettkampf geliefert. Bei den Aktiven gingen die Mannschaften aus Granzin, Suckow, Tessenow, Gischow und Werder an den Start. Lübz als Veranstalter hatte sogar zwei Teams zum Amtswehrtreffen entsandt. Sie mussten sich allesamt bei einem Löschangriff nass, beim Kuppeln von Saugleitungen, bei Knoten und theoretischen Fragen mit ihren Kameraden messen. Auf dem dritten Platz landete Lübz II hinter Gischow. Die Aktiven aus Werder heimsten den Siegerpokal ein.

In den Leistungsvergleich der Jugendwehren aus dem Amt Eldenburg-Lübz schickten sechs Wehren ihren Nachwuchs: Suckow, Tessenow, Lübz, Marnitz und Werder. Siggelkow war mit zwei Jugendteams vertreten, die den zweiten und dritten Platz belegten. Den Siegerpokal nahm die Mannschaft aus Werder mit nach Hause, die damit auch im Nachwuchsbereich gewann. Die Jugendteams mussten bis auf den Löschangriff nass die gleichen Disziplinen absolvieren wie die Aktiven. Stattdessen stand bei ihnen ein Hindernisparcours auf dem Wettkampfprogramm. Mit den Lübzer „Löschelefanten“ waren sogar die Allerjüngsten bei der Siegerehrung vertreten.

Für die Verpflegung waren Kuchentheke, Getränkestand, Imbiss und ein Eiswagen zuständig. Eine Hüpfburg hielt die Kinder der Besucher bei Laune. Zudem stellten die Lübzer Kameraden ihren Fuhr- und Maschinenpark aus, und die Parchimer demonstrierten die Rettung eines Menschen, der bei einem Autounfall eingeklemmt worden war. Als Unfallopfer hatte sich die Lübzer Feuerwehrfrau Julia Meier zur Verfügung gestellt. Aus dem Unfallwagen wurde sie mit so imposanten Geräten wie Metall-Spreizer und –Schere freigeschnitten und dann den Sanitätern übergeben.

Die Schiedsrichter hatten wenig Arbeit, Ehrenmitglied Hans Jänicke brauchte lediglich zwei Einsprüche schlichten. „Es war ein gelungener Tag, der sehr engagiert abgelaufen ist“, bedankte sich Amtswehrführer Urbutat bei den Organisatoren. Der Rudolf-Harbig-Sportplatz habe einen besonderen Charme und biete eine prächtige Kulisse, pflichtete Jens Kühl bei. Der Amtsvorsteher appellierte außerdem an die Kommunen im Amtsbereich, die Interessen ihrer Region selbstbewusst zu vertreten „und nicht darauf zu warten, ob was wann woher kommt.“

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