Spornitz : Wenn Literatur Fahrt aufnimmt

svz.de von
15. April 2019, 09:55 Uhr

Spornitz | „Poetry Slam“ in der Spornitzer Kirche. Anspruchsvolle Lyrik, Verse und Reime ließen das Publikum aufhorchen. Der Erlös der Veranstaltung floss in die Baukasse des Fördervereins. Anne Martin hatte ihre Gitarre zuhause gelassen. „Die hohen Töne meiner Lieder waren mit meiner angekratzten Stimme einfach nicht zu schaffen.“ Die Thüringerin studierte Ethik und Englisch in Greifswald und schreibt dort gerade eine philosophische Doktorarbeit. Entsprechend niveauvoll kamen ihre Texte daher - mit ungewöhnlichen, hintersinnigen Wortschöpfungen. Als Höhepunkt lieferte sie eigene Übersetzungen von Texten von Mary Karr. „Vielleicht wird daraus in ein, zwei Jahren ein Buch.“ Die Texanerin lehrt heute als Professorin für englische Literatur in Boston. Theresa Steigleder entpuppte sich als genaue Beobachterin von Alltagsszenen. Sie stammt ebenfalls aus Thüringen und studierte in Greifswald Literaturwissenschaften. In der Universitätsstadt gründete sie eine Lesebühne, die durch Poetry-Slam-Wettbewerbe bekannt wurde. „Poetry-Slam ist das Fast Food in der Literatur.“ Für sie zählen eher leise Momente, Zwischenmenschlichkeit und tiefe, wahre Gefühle. „Der Mensch ist gut“, lautete eine ihrer Botschaften. Zur Höchstform lief sie auf, als sie gereimte Texte vortrug. Dann erinnerte sie an eine kämpferische Rapperin, kurz auf den Punkt gebracht. „Ich möchte möglichst viel für den Traum einer besseren Welt tun.“

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