Die Sprache der Tiere : Wenn Bello die Bürste aufstellt

Auf Kommando kommen die beiden zur Ruhe: Isa und Cosa vom Alten See.  Fotos: sabrina panknin
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Auf Kommando kommen die beiden zur Ruhe: Isa und Cosa vom Alten See. Fotos: sabrina panknin

Dann weiß Tierheilpraktikerin Uta Wassilewsky was der Hund sagen möchte

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20. März 2015, 22:00 Uhr

Die Tür des Zwingers geht auf: Frank Wassilewsky lässt die beiden Hündinnen frei. Der ganze Stolz von Uta und Frank Wassilewsky aus Broock: Magyar Vizsla Jagdhunde. Schnell flitzen Mutter und Tochter über den Rasen. Nebenan steht eine alte Dame, die 28 Jahre alte Stute von Uta Wassilewsky. Sie lässt sich vom Gebell und Umherrennen der Hündinnen nicht beirren. Cosa und Isa vom Alten See, so lautet ihr imposanter Name, spielen miteinander. Oder etwa nicht? Uta Wassilewsky, ausgebildete Tierheilpraktikerin, weiß auch, dass das Herumtollen der beiden Hunde auch eine Lehrstunde für die noch sehr junge Isa ist. „Cosa drückt sie immer wieder runter. Damit zeigt sie ihr, dass sie sich unterordnen muss“, erklärt die Broockerin. Seit sechs Jahren kümmert sich die Tierheilpraktikerin um das Wohl von Katze, Hund und Pferd. Nebenbei betreibt sie auf ihrem Hof in Broock auch eine Tierpension.

Im vergangenen Jahr hat sich die Broockerin noch einmal weitergebildet. Ein bisschen gehadert hatte sie schon mit sich. Doch beim ersten Seminartag wusste Uta Wassilewsky, dass es genau die richtige Entscheidung gewesen ist. „Ich habe mich an der Paracelsus-Schule zur Tierkommunikatorin ausbilden lassen“, erklärt sie.

Ähnlich wie Menschen kommunizieren auch Hunde. Diese wedeln mit der Rute, doch nicht jedes Wedeln bedeutet das gleiche. Das weiß Uta Wassilewsky. Ihr Wissen aber will die Broockerin teilen. Deshalb bietet sie ein Seminar in Broock an: „Kommunikationsmöglichkeiten des Hundes“. Hundebesitzer, die wissen wollen, was ihr Hund ihnen sagen möchte, sollten sich den 9. Mai dick im Kalender eintragen und sich schon jetzt bei Uta Wassilewsky für das Seminar anmelden. „Ich hoffe, dass sich dafür einige interessieren werden“, sagt die Tierheilpraktikerin.

Vor allem eines liegt Uta Wassilewsky am Herzen: „Ich möchte gern, dass die Menschen lernen, besser in ihren Hunden zu lesen.“ Um das zu können, müssen die Teilnehmer den Hund im Ganzen sehen und genau beobachten: Ohren, Augen, Rute, Fell und auch das Gebell sind alles Möglichkeiten des Vierbeiners zu kommunizieren – mit dem Menschen und anderen Hunden. „Der stellt seine Bürste auf, ist nur ein Mittel des Hundes, um zu kommunizieren. Ein geübtes Auge kann erkennen, was dann mit dem Hund los ist“, erklärt Uta Wassilewsky.

Beim Seminar „Kommunikationsmöglichkeiten des Hundes“ am 9. Mai möchte die Tierheilpraktikerin von 9 bis 12.30 Uhr zunächst Theoretisches vermitteln. „Bei Interesse werde ich dann Aufbauseminare anbieten. Anhand des Hundes werden wir das Gelernte dann vertiefen.“ Bis zum 19. April nimmt Uta Wassilewsky unter der E-Mail-Adresse tierheilpraxis-wassi@web.de oder am Abend telefonisch unter 038731-47 468 Anmeldungen entgegen.

Bis zum Seminar hat Isa sicher noch das ein oder andere von Mutter Cosa gelernt. Und die Kursteilnehmer lernen in ihrem Hund zu lesen – ohne Worte. 

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