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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

12. Dezember 2017 | 07:44 Uhr

Heißer draht : Wendisch Priborner in Aufruhr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Boule-Spieler wenden sich an den Heißen Draht unserer Zeitung: Grund ist der Schutthaufen mitten im Dorf, der nicht weggeräumt wird

von
erstellt am 24.Jul.2015 | 08:08 Uhr

Große Steine, kleine Steine, Bretter  in den unterschiedlichsten Größen  stapeln sich übereinander, kreuz und quer – und das in der Dorfmitte von Wendisch Priborn. Gras und anderes Kraut wächst bereits wieder auf dem Schotter. Für viele Einwohner der Schandfleck schlechthin. So zumindest nennt Wolf-Dietrich Messmann den Schutthaufen in der Dorfmitte, als er sich an den Heißen Draht der SVZ wendet.

Noch im vergangenen Jahr war der Schutthaufen aus Brettern und Steinen eine Gaststätte. Heute ist davon nichts mehr zu sehen.  Vor  gut acht Jahren hat Jacob Aalberts die Gaststätte übernommen. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Jacob Aalberts in Wendisch Priborn – hat einen landwirtschaftlichen Betrieb aufgebaut. Doch die Gaststätte läuft nicht gut, er findet keinen Pächter. Deshalb entscheidet sich der Landwirt im November vergangenen Jahres, die Gaststätte abzureißen – zuerst den Saal, zu Weihnachten 2014 dann den Rest der ehemaligen Gaststätte. Für die Boule-Spieler nicht zu verstehen. „Ein Teil von uns hat immer zu den Stammgästen gezählt“, sagt Wolf-Dietrich Messmann. „Wir haben schöne Erinnerungen an die Zeit, als die Gaststätte noch Storchennest hieß“, sagt auch seine Ehefrau Karin Messmann.

Sonntags spielt das Ehepaar mit zehn weiteren Spielern Boule auf dem Platz der Freiheit in Wendisch Priborn, geschützt unter hohen Bäumen. Doch den Schandfleck immer im Blick. „Wir haben uns das hier nett eingerichtet, mehrere Bänke aufgestellt, auf denen auch andere Einwohner verweilen können. Wenn wir dann aber den Schutthaufen sehen, vergeht einem die Laune. Das sieht nicht schön aus“, sagt Wolf-Dietrich Messmann. Auch ans Ordnungsamt des Amtes Plau am See habe sich der Wendisch Priborner gewandt. Doch ohne Erfolg. Begründung: Der Grundstückseigentümer könne auf seinem Grundstück machen, was er wolle. Doch damit wollen sich die Boule-Spieler nicht zufrieden geben. Den Grundstückseigentümer auf den Schutthaufen angesprochen, antwortet Jacob Aalberts: „Die Fläche wird irgendwann glatt geschoben, dann wenn mir es passt. Oft haben wir geholfen im Dorf – ohne Dank. Das ärgert mich einfach.“ So einfach ist es aber nicht: Mit dem Schutthaufen befasst sich derzeit auch der Fachdienst Natur- und Umweltschutz des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Bleibt abzuwarten, wie entschieden wird.

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