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Breitbandausbau Plau am See : Wemacom hat nochmals verlängert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plau kämpft um schnelles Internet: Frist für geforderte 900 Vorverträge steht endgültig bei Ende Juni. Unterstützung aus Berlin ließe hoffen

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erstellt am 28.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Zwei Tage vor Ultimo ist abzusehen, dass per 31. März die notwendige Zahl von 900 Vorverträgen für den Breitbandausbau (schnelles Internet) in der Stadt Plau am See nicht erreicht wird. Bis zum 20. März lagen 465 Vorverträge vor. Wie Bürgermeister Norbert Reier bei der jüngsten Stadtvertretersitzung informierte, bereitet die Wemacom im Entwicklungsgebiet Am Köpken den Anschluss der ersten 70 Haushalte vor. Mitarbeiter des Unternehmens werden vor Ort sein, um Fragen der Anwohner zu beantworten.

Und somit bleibt vorerst weiter unklar, ob der Breitbandausbau, der in anderen Regionen des Landes auch mittels Förderung vorangetrieben wird, in absehbarer Zeit auch im Luftkurort realisiert wird.

„Auf unseren Wunsch wurde die Frist für die Vorverträge letztmalig verlängert und zwar bis zum 30. Juni“, so Reier. „In Abstimmung mit dem Breitbandkompetenzzentrum und dem Landkreis werden wir als Stadt nun einen Antrag über Wirtschaftsförderung für die Erschließung des Gewerbegebietes Appelburg stellen und auf dem Erschließungsweg über die Seestraße-Hinterm Rehmel-Eichbaumsallee-Philosophenweg-Millionenweg-B103-Gewerbegebiet sowie die Ortsteile Reppentin, Gaarz und Hof Lalchow mit einbeziehen. Aber auch nur dann, wenn die Anlieger entsprechende Bedarfe auch Grundstücksgenau anmelden, die eine entsprechende Erschließung rechtfertigt.“

Was den Ausbau betrifft, ist Plau nach wie vor in einer schwierigen Situation. Der Bürgermeister, dass die Dobrindt-Förderung für die Stadt Plau am See momentan nicht greifen kann, da die Telekom die eigenwirtschaftliche Erschließung in der Stadt für die nächsten zwei Jahre unverbindlich erklärt hatte. Von daher gäbe es derzeit nur drei Möglichkeiten. „Wir haben ausreichend Interesse von Anschlussnehmern, so dass mit der Wemacom mit 30. Juni 900 Vorverträge geschlossen werden. Wir warten, bis die Telecom das vorhandene Netz aktiviert oder ersetzt. Oder, wir versuchen für den südlichen Teil der Stadt über Wirtschaftsförderung eine Teilerschließung im Zusammenhang mit dem Gewerbegebiet zu erreichen.“ Auch in diesem Falle müsse straßenweise abgewartet werden, bis genug Anschlussnehmer Bedarf anmelden. Wenn die Wirtschaftlichkeit dann gegeben wäre, könnte die Erschließung erfolgen.

„Abgesehen davon“, so Plaus Bürgermeister, „werden wir uns nochmals an den Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Rainer Bomba wenden und um Unterstützung bitten, da die derzeitige Situation keine befriedigende Perspektive darstellt.“ Rainer Bomba seinerseits war am 16. März zum ersten Spatenstich der Ortsumgehung Nord Plau gekommen und hatte Unterstützung zugesichert.

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