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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. November 2017 | 16:21 Uhr

Plau am See : Weißer Fleck ist keine Option

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Mit Abriss der alten Seehotel-Schwimmhalle verschwindet auch Funkmast. Bis spätestens April soll Alternativstandort gefunden sein

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 22:02 Uhr

Für April diesen Jahres ist der Abriss der alten Schwimmhalle des Seehotels in Plau geplant. Ein Bauvorhabenschild informiert bereits, dass an selber Stelle der Wohnpark „Seelust“ – ein Neubau mit zwölf Eigentumswohnungen – entstehen soll. Projektträger ist ein Schweriner Immobilienbüro.

Das aber nur der Vollständigkeit halber. Der geplante Schwimmhallenabriss bedingt, dass auch der auf dem Schornstein installierte Funkmast zurückgebaut werden muss. In Plötzenhöhe liefert genau dieser Mast die technischen Voraussetzungen sowohl für Handyempfang als auch Internetzugang. Will Plau am See also nicht riskieren, dass die moderne Kommunikation hier einen weißen Fleck bekommt, der zu langfristigen Problemen für die wirtschaftliche Entwicklung des Raumes führen könnte, muss ein Lösung her.

Den ersten Schritt in die Richtung sind Plaus Stadtvertreter bereits gegangen. Sie nahmen den 2005 gefassten Beschluss zurück, wonach es der Stadt untersagt war, eigene Grundstücke zur Errichtung von Mobilfunkanlagen zur Verfügung zu stellen. Da derzeit auf privaten Grundstücken keine Möglichkeiten bestehen, neue Anlagen zu errichten, ist es jedoch unumgänglich, auf stadteigene Grundstücke zurück zu greifen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung bzw. in letzter Instanz die Stadtvertretung haben über das „Wo“ zu entscheiden. Auf alle Fälle, erläuterte Bürgermeister Norbert Reier den Beschluss, der überhaupt neue Optionen eröffnet, soll dessen Rücknahme kein Freifahrtsschein für die Verwaltung sein. Die Verwaltung müsse in dieser Frage auf die Befindlichkeiten der Menschen Rücksicht nehmen, sagt Reier und erinnert daran, dass der Beschluss aus 2005 auch deshalb zustande gekommen sei, da eine breite Bürgerbewegung ihre Bedenken wegen der Funkstrahlung geäußert hatte.

Ob die Lösung für Plötzenhöhe nach April wieder ein Funkmast sein wird, bleibt abzuwarten. Mittlerweile gibt es auch andere technische Möglichkeiten.

Seit November 2013 arbeitet die Stadt eng mit der WemaCom, Tochter des regionalen Energieversorgers und Gesellschaft für Telekommunikation, zusammen. Sie hatte das Breitbandnetz der Arche.Net, des früheren örtlichen Anbieters gekauft, nachdem der in wirtschaftliche Bedrängnis geraten war.

Ziel bleibt der weitere Ausbau des W-DSL-Funknetzes (Highspeed Internet), vor allem auch in den Uferbereichen zwischen Seeluster Bucht und Quetzin. Hier befinden sich etliche Hotels, Ferienwohnung en und Pensionen. Neben den Einwohnern von Plau erwarten auch die Touristen Handy- und Internetzugang. Rund um die Uhr.

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