20 fragen : Von Robin Hood und Putin

In seinem Nahkauf-Geschäft in der Lübzer Innenstadt ist Steffen Wandschneider seit vielen Jahren zu Hause.
Foto:
1 von 1
In seinem Nahkauf-Geschäft in der Lübzer Innenstadt ist Steffen Wandschneider seit vielen Jahren zu Hause.

Steffen Wandschneider aus Parchim träumt von einer Begegnung mit dem russischen Präsidenten und einer Reise nach New York

von
14. November 2014, 22:00 Uhr

Er kennt sich aus mit Obst und Gemüse, mit Backwaren und Co., denn Steffen Wandschneider ist Inhaber und Leiter der Lübzer Nahkauf-Filiale. Gelernt hat der heute 45-Jährige und Vater dreier Kinder BMSR-Technik in Teltow bei Berlin. Als Kind wollte er eigentlich Kosmonaut werden, doch mit der Wende kam auch für den Parchimer einiges anders als gedacht. Wenn er Zeit hat, verbringt er diese mit seinem dreijährigen Sohn und seiner Lebensgefährtin.

Warum Steffen Wandschneider gern einmal Wladimir Putin treffen würde, das hat er in den 20 SVZ-Fragen zum Wochenende Redakteurin Sabrina Panknin verraten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Steffen Wandschneider: Im Moment ist mein Lieblingsplatz überall dort, wo ich mit meinem dreijährigen Sohn bin. Denn zurzeit habe ich leider nur wenig Zeit und da ist jeder Moment mit meinem Sohn schön.


Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Eine Fluchttür ins Büro einbauen, um schnell weglaufen zu können (lacht). Ich ziehe vor jedem kommunalen Bürgermeister den Hut, denn im Moment verwalten alle nur noch Not und Elend.


Was wollten Sie als Kind mal werden?
Kosmonaut, weil ich mich schon immer für die Fliegerei interessiert habe. Als Jugendlicher habe ich Segelfliegerei betrieben. Wäre die Wende nicht gekommen, wäre ich sicherlich Militärpilot geworden.


Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Altstoffsammeln.


Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für eine Schlagersüßtafel und eine Club Cola. Heute haben wir die Schlagersüßtafel auch wieder im Regal.


Was findet man immer bei Ihnen im Kühlschrank?
Bei mir findet man immer im Kühlschrank MHD-reduzierte Ware aus meinem eigenen Laden, weil ich ungern Lebensmittel wegschmeiße.


Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit. Damit meine ich keine Notlügen, die hat jeder schon mal von uns verwendet.


Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Das ist schon ein bisschen her. Das war 2008, als Frau Merkel sich vor die Presse gestellt und gesagt hat, dass das Geld der Sparer sicher sei (lacht).


Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
(lächelt) Gerade eben erst eine Zigarette geraucht.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Als Kind war es Robin Hood. In der heutigen Zeit sind es alljenige, die ihre Kinder allein erziehen, ob Mutter oder Vater, und dazu auch noch arbeiten. Das ist in der heutigen Zeit und Gesellschaft eine sehr große Leistung, die man erstmal vollbringen muss.


Welches Buch lesen Sie gerade?
Von Akif Pirincci „Deutschland von Sinnen“. Es ist ein sehr knallhartes Buch, nahezu dran auf den Index gesetzt zu werden, aber sehr lesens- und empfehlenwert. Ich lese es bereits zum zweiten Mal.


Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die Anstalt im ZDF.


Wo trifft man Sie eher: Auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Derzeit leider weder noch, weil ich kaum Zeit habe.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Putin. Erstens, weil ich mich mit ihm auf Deutsch unterhalten kann und zweitens, weil ich ihn als Politiker interessant finde, und gern von ihm einmal persönlich erfahren möchte, wie er die derzeitige Situation sieht.


Was kommt bei Ihnen auf den Tisch, wenn Sie auswärts essen: griechische, italienische, chinesische oder deutsche Küche?
Wenn ich auswärts esse, entscheide ich nach dem Lokal. Ich mag eigentlich alles gern. Und jede Küche hat seine Eigenarten.


Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das war zur WM 2006 in Deutschland. Xavier Naidoo „Dieser Weg“. Das war einfach eine tolle, schöne Zeit.


An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Das war mein erster Kassettenrekorder, ein KR 650. Dafür ist mein gesamtes Geld von der Jugendweihe draufgegangen.


Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte einmal in New York vor dem großen Weihnachtsbaum im Rockefeller Center stehen.


Was werden Sie als Rentner machen?
Nach New York zum Weihnachtsbaum fliegen (lacht).


Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Putin. Und dann nehmt ihr mich mit, damit ich ihm die Fragen stellen kann (lächelt verschmitzt).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen