Lübz : Von null auf 25

25 Jahre Jugendfeuerwehr Lübz: Wehrführer Enrico Fuhrmann meldet an die Bürgermeisterin Gudrun Stein (l.).  Fotos: Michael-G. Bölsche
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25 Jahre Jugendfeuerwehr Lübz: Wehrführer Enrico Fuhrmann meldet an die Bürgermeisterin Gudrun Stein (l.). Fotos: Michael-G. Bölsche

Jugendfeuerwehr Lübz feiert silbernes Jubiläum. Landesbrandmeister gratuliert

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04. September 2018, 05:00 Uhr

Das Gelände des Feuerwehrgerätehauses in Lübz wurde am Sonnabend komplett von der Jugend in Beschlag genommen, denn sie hatten ein Jubiläum zu feiern – seit 25 Jahren gibt es diese Nachwuchstruppe in Lübz.

„Wir hatten bei absolut null angefangen, es gab keinen Förderverein, Finanzen gab es nicht, nur unser Interesse an der Nachwuchsarbeit“, erinnert sich Olaf Richter, der Gründer der Jugendwehr im Jahre 1993 und späterer Wehrführer in Lübz. Schnell aber ging es aufwärts, „vor allem als Annegret Koch, die Sachbearbeiterin Brandschutz in der Stadt, erste Fördertöpfe für uns auftat“, erzählt Richter weiter. Dann gab es erste Feuerwehrhelme von der Feuerwehrunfallkasse sowie Erste-Hilfe-Taschen und vom Kreisjugendring die erste Einsatzkleidung – und das machte stolz.

Neue Strukturierung und Verantwortung

Statistisch gesehen wechselte alle fünf Jahre die Leitung, Jugendwarte wurden Danilo Urbutat, Matthias Boß, Dirk Rehberg und heute steht Mandy Rehberg an der Spitze der Nachwuchsarbeit. Waren es zu Beginn 18 Kinder im Alter ab zwölf Jahren (früher ging es nicht), so betreut Mandy Rehberg heute 22 Mädchen und Jungen im Alter ab sechs Jahren. Das erfordert auch eine andere Strukturierung und Verantwortung. Während die größeren Kinder bereits intensiver in Sachen Feuerwehr ausgebildet werden, lernen die Kleinen das Feuerwehr-Abc mehr spielerisch. „Aber um das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Bildung der Kameradschaft zu fördern, machen wir den Dienst gemeinsam und teilen dann in zwei Gruppen“, erzählt Mandy Rehberg.

Nachwuchsarbeit ist wichtig

Nur ein Problem beschäftigt die Leitungen etlicher Feuerwehren: „Wir haben gut ausgebildete Jugendliche, aber durch Lehre und Studium gehen uns viele später verloren“, heißt es. Auch Landesbrandmeister Hannes Möller, der der Jugend in Lübz gratulierte und sie in das Schweriner Feuerwehrmuseum einlud, betonte die Wichtigkeit der Nachwuchsarbeit. „Ihr dürft stolz sein, Ihr habt ein gutes und wichtiges Hobby, lernt Menschen retten – das kann kaum eine andere Gruppe von sich behaupten“, so Möller. Er forderte aber auch mehr und gute Ausbildungsstellen für die Jugend, um diese in der Region zu halten. „Wir bieten Nachwuchs mit guter Grundausbildung wie Kameradschaft, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Disziplin und die Unternehmen müssen nun das Fachliche unterrichten“, so der Landesbrandmeister.

Nach dem offiziellen Teil begannen einige Stationsspiele mit Feuerwehrcharakter und am Nachmittag – nach Nudeln mit Wurstgulasch – gab es Freizeit. „Es ist Geburtstag der Jugend und dann soll auch kräftig bei Spiel und Spaß gefeiert werden“, so die Jugendwartin, die im Namen der Lübzer Wehr allen Unterstützern und Sponsoren sowie den Erwachsenen der Wehr für die Hilfe bei der Durchführung dieses Festtages dankte.

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