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20 Fragen zum Wochenende : Von der Großstadt auf das Dorf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Kerstin Schünemann, Leiterin des Bereichs „Mobil“ im Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V., zog von Berlin nach Mecklenburg.

svz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 16:22 Uhr

Kerstin Schünemann zog in den 90er Jahren von Berlin in die Region Mecklenburgs. Das war damals ein großer Schritt für die Leiterin des Bereichs „Mobil“ des Jugendfördervereines Parchim/Lübz e.V., zu dem auch das Mehrgenerationenhaus Lübz gehört. Denn sie hängt sehr an ihrer Heimat. „Wenn ich nach Berlin fahre und von der Autobahn schon den Fernsehturm sehe, weiß ich, dass ich Zuhause bin“, sagte sie im Interview. So war es ein echter Höhepunkt, dass der diesjährige Betriebsausflug in die Bundeshauptstadt mit einem Weihnachtsmarktbesuch ging. Durch die vielen Umzüge hat Kerstin Schünemann viele Menschen kennengelernt, die sie dann aber auch wieder zurücklassen musste. Dank sozialer Netzwerke hält sie den Kontakt aufrecht. In der Adventszeit, passend zum Weihnachtsmarkt im Mehrgenerationenhaus, beantwortete sie jetzt SVZ-Volontärin Wibke Niemeyer die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Kerstin Schünemann: Im Sommer an einem der vielen Badeseen in der Region. Ich bin eine totale Badenixe. Im Winter aber eher zuhause mit Buch und Laptop auf der Couch oder in meiner Heimat Berlin.

Wären Sie Bürgermeisterin, was würden Sie sofort verändern?
Ich würde es mir nicht anmaßen, kluge Ratschläge zu erteilen. Denn ich weiß, wie eng der politische und finanzielle Rahmen in den Gemeinden ist. Die Kommunalpolitiker tun ihr Möglichstes. Davor habe ich höchsten Respekt.

Was wollten Sie als Kind werden?
Bibliothekarin. Ich habe als Kind sehr gerne gelesen und die Vorstellung, dass rings um mich herum Bücher stehen und ich den ganzen Tag in Ruhe lesen kann.

Wo kann man Sie in der Region am ehesten treffen?
Wenn ich nicht gerade im Urlaub bin, dann auf der Arbeit oder zuhause. Hier bin ich dann möglichst draußen im Wald zu einem Spaziergang mit meinen beiden Frettchen Willi und Paulchen.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?
Als Schülerin habe ich in Berlin in einem Jugendhotel geputzt, um mir von dem Geld ein neues Klapprad zu kaufen. Das hab ich dann aber in der Stadt gar nicht gebraucht und es wieder verkauft. Von dem Geld habe ich dann eine Reise gemacht.

Was würden Sie gerne können?
Tanzen – das hab ich bis heute nicht gelernt und beneide immer die Paare, die auf Feiern zusammentanzen.

Was stört Sie an anderen?
Unaufrichtigkeit und wenn Gerüchte in die Welt gesetzt werden. Das kann Menschen verletzen.

Wann haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Lachen gehört zu meinem Leben dazu. Aber vor allem meine beiden Frettchen bringen mich zum Lachen. Die haben jeden Tag nur Blödsinn im Kopf.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Die Weihnachtszeit ist gefährlich und ich greife gerne mal bei den Keksen zu. Das ist unvernünftig. Auch bin ich sehr internetaffin und es kann passieren, dass ich mitten in der Nacht „Quizduell“ spiele.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich kann das nicht an einem Namen festmachen. Für mich ist jeder Mensch ein Held, der seine Arbeit macht, ehrenamtlich tätig ist, egal in welchem Tätigkeitsbereich. Sie tun damit etwas für die Gesellschaft.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese sehr viel und alles, was mir in die Finger kommt. Gerade aktuell gerne Gedichtbände von Brecht, Goethe oder Lichtenberg. Hier suche ich mir dann schöne Texte für den Weihnachtsgruß.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
In der Weihnachtszeit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Zu einem Sonntagabend gehört für mich aber seit 30 Jahren die „Lindenstraße“. Da darf mich dann auch keiner anrufen.

Wo trifft man Sie eher: Auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Ballsport interessiert mich nicht. Im Sommer gehe ich lieber schwimmen. Im Winter verfolge ich ganz gerne mal Biathlon.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich würde gerne meine erste Freundin Aljona aus Kiew wiedersehen. Wir waren ein Herz und eine Seele. Sie hat mir Russisch beigebracht und es mir so leichter gemacht, mich in Kiew einzuleben.

Was kommt bei Ihnen auf den Tisch?
All das, was schnell geht und mit wenig Aufwand zu kochen ist. Ich liebe es eher zu essen als zu kochen. Wenn Freunde zu Besuch sind, dann koche ich balinesisch.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit „El Condor Pasa“ von Simon & Garfunkel verbinde ich eine Liebesbeziehung. Das Lied lief beim Kennenlernen.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe von einem Partner ein Gedicht geschenkt bekommen. Das habe ich aufbewahrt und wenn ich es lese, treibt es mir immer noch Tränen in die Augen. Ansonsten verschenke ich lieber.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Nach Madagaskar reisen und dort eine Fototour durch die Pflanzen- und Tierwelt machen.

Was werden Sie als Rentner machen?
Meinen Hobbys nachgehen: Lesen, Reisen und Fotografieren. Zudem werde ich mich weiter ehrenamtlich und im Tierschutz engagieren.

Wem sollten wir ebenfalls diese Fragen stellen?
Gisela Hög, Schulleiterin der Regionalen Schule Goldberg. Sie engagiert sich sehr für ihre Schüler und hilft Flüchtlingen die deutsche Sprache zu lernen.

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