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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

16. Dezember 2017 | 12:15 Uhr

freizeitsport : Volleyball hält „Heinzi“ top-fit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Heinz Brügge aus Lübz spielt jeden Donnerstag mit der Mannschaft des SV Brauerei Lübz Volleyball

von
erstellt am 26.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Seine 80 Jahre sind ihm kaum anzusehen. Für seine Volleyball-Kollegen des SV Brauerei Lübz ist Heinz Brügge einfach nur Heinzi. Donnerstags wird trainiert – in der Sporthalle der Schule am Neuen Teich in Lübz. Immer zur gleichen Uhrzeit, Punkt 19 Uhr. Doch nicht alle kommen immer pünktlich. Es gibt keinen Zwang. Hier wird Volleyball gespielt aus purer Freude am Sport – eineinhalb Stunden lang. Und Heinz Brügge ist mitten drin. „Ich will in Bewegung bleiben und nicht verkrampfen“, sagt er und lächelt.

In der Halle herrscht bereits geschäftiges Treiben. Es klappert und knallt. Das Volleyballnetz wird aufgebaut. Die Gummisohlen der Turnschuhe quietschen auf dem Hallenboden. An einer Tür steht: „Bitte nur mit hellen Sohlen betreten.“ Das gehört dazu und daran hält sich hier auch jeder. Die Mannschaft des SV Brauerei Lübz ist gut zu erkennen. Alle tragen ein einheitliches T-Shirt – in Quietsch-Grün. Grün trägt auch Heinz Brügge beim heutigen Training. Doch ein bisschen dunkler. Und er macht Werbung für seine zweite Leidenschaft – das Angeln. Ironisch steht groß auf seinem T-Shirt: „Es gibt Wichtigeres als Angeln. Nur was?“

Das fragt sich der rüstige Rentner auch manchmal. Denn beides – Volleyball und Angeln – kann er sich aus seinem Leben nicht wegdenken. Bis heute angelt der Lübzer am Plauer See Barsche und Hechte. „Mein größter Hecht war 1,26 Meter lang und 13 Kilogramm schwer“, verrät der 80-Jährige.

Jetzt geht’s los. Der Volleyball wird in die Luft geworfen. 15 Team-Mitglieder machen sich auf beiden Seiten vom Volleyballnetz warm. Heinz Brügge gesellt sich zu den Jüngeren. Der jüngste der Mannschaft ist 29 Jahre alt, auch Frauen sind mit von der Partie. „Es dürfen gern noch mehr werden“, sagt Gudrun Sommer, die ebenfalls mit zur Mannschaft gehört. Schon sehr früh – noch zu DDR-Zeiten – hat Heinz Brügge mit Volleyballspielen angefangen. „Ich habe auch mal Fußball gespielt. Doch Volleyball gefällt mir besser. Hier habe ich die stehende Bewegung“, erzählt Heinz Brügge.

Genug aufgewärmt. Jetzt wird gebaggert und gepritscht. Die Teams nehmen ihre Plätze ein. „Spielen wir lange Sätze“, ruft einer. Das wird bejaht. Und los geht’s. Wieder fliegt der Ball durch die Luft. Klatsch! Der erste Punkt ist gemacht, die gegnerische Mannschaft hat geschlafen. Mitten im Spielfeld ist der Volleyball aufgekommen. So geht es weiter. Bis der Satz gewonnen oder verloren ist. Heinz Brügge hat sichtlich Spaß an diesem Sport. Doch auch alle andere 15 Team-Mitglieder genießen die eineinhalb Stunden Volleyball-Power in der Sporthalle der Schule am Neuen Teich.

Noch eine weitere Sache hält Heinz Brügge körperlich fit: Das Fahrradfahren. „Außer es schneit und regnet. Dann lasse auch ich das Fahrrad stehen“, gesteht er. Doch auch geistig bleibt der Lübzer fit: Seit mehr als 60 Jahren liest er die Tageszeitung. „Ohne geht irgendwie nicht“, sagt Heinz Brügge und lächelt.

Dann ist er wieder dran. Der nächste Satz steht an. Der 80-Jährige geht auf seine Position. Aufschlag steht an. Er wirft den Ball hoch und pritscht ihn mit der Faust über das Volleyballnetz – wie fast jeden Donnerstag. Denn Volleyball hält ihn top-fit.

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