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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. Oktober 2017 | 13:12 Uhr

Investition : Vier Millionen für Erlebnis EKZ

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Einkauf in Lübz vor neuen Dimensionen: Der Umbau des Einkaufszentrums läuft auf vollen Touren. Anwohner zeigen sich verständnisvoll in Bezug auf die Arbeiten.

von
erstellt am 20.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Nach der Regionalen Schule nimmt die jetzt in vollen Zügen laufende komplette Umgestaltung des Lübzer Einkaufszentrums (EKZ) eine ähnliche Größenordnung ein, was die Bausumme betrifft: Laut Projektleiter Christian Lutze liegt sie bei rund vier Millionen Euro. Geplant wird seit Anfang 2015.

Im November rückten Männer an, um aus dem Hauptgebäude im Erdgeschoss nahezu alles zu entfernen – egal, ob Glasfronten, technische Anlagen verschiedener Art, Zwischendecken oder Fußböden. „Ein gewaltiger Abbruch“, sagt Bauleiter Dieter Reske. Das momentane Aussehen der einstigen Geschäftsmeile zwischen hat größtenteils nichts mehr mit dem von früher zu tun. Wer heute dort entlang läuft, bewegt sich in einem Rohbau, in dem allerdings schon mehrere Firmen am Wiederaufbau arbeiten – egal, ob Schlosser, Trockenbauer oder Maurer, um nur einige zu nennen. Es gibt einen auswärtigen Generalauftragnehmer, doch wo möglich, beteilige man auch einheimische Firmen, deren Kapazitäten die Großbaustelle nicht übersteige, so Reske.

Als erste von allen hat Brit Vogel nach rund dreimonatigem Umbau am 1. Juli ihr neues Blumengeschäft bezogen. Es ist jetzt quadratisch und nicht mehr länglich angelegt – der endgültige und kein vorübergehender Standort mehr. „Darin lässt sich viel besser arbeiten“, sagt die Inhaberin. Zu betreten ist der Laden jetzt vom Parkplatz aus, wohin man den besten Augenkontakt habe: „Viele Kunden sind neugierig und froh, vom Umbau etwas Fertiges zu sehen.“

Hauptbestandteile des EKZ im umgestalteten Bereich werden neben mehreren kleinen Mietern ein Rossmann-Markt mit über 900 und der kik-Markt an verlagertem Standort mit einer Fläche von dann 860 Quadratmetern sein. Letzterer befindet sich gegenwärtig auf östlicher Seite in einem Flachbau, der abgerissen wird. Auf dieser Fläche entsteht ein direkt ans EKZ angebauter Aldi-Markt. Am anderen Ende soll vor dem sky-Markt ein neuer Vorbau mit anderem Zugang gebaut werden.

„Das neue Zentrum wird eine große Bereicherung für Lübz, von der auch die Mieter im ersten Stock durch mehr Zulauf profitieren“, meint der Bauleiter. Den Hinweis, dass man den so radikal wie beschrieben vollzogenen Umbau des erst 1992 errichteten EKZ wegen der wenigen vergangenen Jahre zumindest in Teilbereichen als Verschwendung werten könnte, lässt er nicht gelten: „Bei einem öffentlich genutzten Gebäude wie diesem muss man in anderen Dimensionen als bei einem privaten denken. Da sind gut 20 Jahre viel. Heute gibt es ganz andere Vorschriften als damals, die sich nur so umsetzen lassen. Da gehört vieles einfach auf den Schrott. Wir mussten jetzt zum Beispiel Ober- und Untergeschoss im ehemaligen Treppenbereich feuerschutztechnisch voneinander trennen.“ Der in diesem Zusammenhang notwendige Einbau der rund 12 jeweils über eine Tonne schweren Eisenträger sei eine Herausforderung gewesen. Das Wegwerfen trifft zum Beispiel auch auf die Technik zu, die das Öffnen und Schließen der Schiebetür am Haupteingang regelte (neu je rund 12 000 Euro teuer). Grund: Für sie gibt es heute nicht einmal mehr Ersatzteile.

Dem Gebäude tue es gut, insgesamt unter Augenschein genommen zu werden (entdeckt wurden unter anderem auch mehrere Risse in einer Wand, die jetzt verschwinden), „keine Flickschusterei“ in ihm zu betreiben, sondern umfassend vorzugehen und es durch den Einbau einer Glasfront zum Parkplatz hin unvergleichlich freundlicher als bisher zu gestalten. Reske freue sich besonders über das große Verständnis der Mieter für die Arbeiten und das gute Miteinander mit den Bauleuten: „Bisher gab es ausgesprochen wenig Probleme.“

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