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Personalentwicklung : Verwaltung in Lübz weiter verjüngt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Saskia Lemcke und Dennis Ostrowski schließen ihre Ausbildung mit sehr guten Ergebnissen ab. Das Ausschreibungsverfahren für 2018 wird vorbereitet.

von
erstellt am 22.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Dennis Ostrowski und Saskia Lemcke strahlen. Sie haben ihre dreijährige Ausbildung zum Verwaltungs-fachangestellten nach der letzten Prüfung am Mittwoch mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen. Doch damit nicht genug: Das Amt Eldenburg Lübz hat beide übernommen – Dennis im Bereich Geschäftsbuchhaltung, Saskia im Schul- und Kitabereich. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Verwaltung zu verjüngen“, sagt Personalchef Gerd Holger Golisz. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre sei es gelungen, den Altersdurchschnitt der Beschäftigten um vier auf jetzt 50 Jahre zu senken. Weil Mitarbeiter bald vermehrt in Rente gehen, sei es wichtig, rechtzeitig geeignete Vorbereitungen zu treffen. „Die Ausbildung von Fachleuten spielt dabei eine zentrale Rolle“, sagt Golisz. „Wir brauchen junge, gut qualifizierte Mitarbeiter, um die anstehenden Aufgaben auch zukünftig in guter Qualität zu erfüllen.“ Zwei weitere werden derzeit bereits ausgebildet, ein weiterer beginnt im September.

Auf seine Stellenausschreibungen habe das Amt noch immer eine relativ gute Resonanz, wenngleich die Bewerbungen von sehr unterschiedlicher Qualität seien. Auf eine Art von Schulabschluss sei die Entscheidung für einen Bewerber nicht begrenzt: „Wir haben schon sowohl Abiturienten als auch Regionalschüler und junge Leute eingestellt, die ein Sudium begonnen und sich dann umentschieden hatten.“ Nach Sichtung der Bewerbungen werden die Auserwählten zu einem ersten Test eingeladen. Großen Wert lege man laut Golisz unter anderem auf gute Deutsch-Kenntnisse, weshalb ein Diktat geschrieben wird. Ihm schließt sich ein Logiktest an und es wird bewertet, ob ein allgemein freundliches Auftreten vorhanden ist.

Angesichts der Tatsache, dass es sich um eine sehr anspruchsvolle, intensive Ausbildung handele (Theorievermittlung in Schwerin, Praxis im Amt), seien die sehr guten Ergebnisse umso höher anzuerkennen. Ein zusätzlicher Anreiz war seit Beginn der Ausbildung das Wissen, bei entsprechender Leistung anschließend fest angestellt zu werden.

Das Amt beabsichtige, den von ihm eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten und bereitet derzeit das Ausschreibungsverfahren für 2018 vor. Voraussichtlich werden im kommenden Jahr zwei weitere Auszubildende eingestellt – voraussichtlich deshalb, weil die endgültige Entscheidung von vielen Faktoren wie etwa der Haushaltsentwicklung abhängt.

Darüber hinaus sehe man es als wichtige Aufgabe an, jungen Menschen aus unserer Region möglichst in der Heimat eine lohnenswerte Perspektive für ihren weiteren Lebensweg anzubieten. Mittlerweile habe die Amtsverwaltung sieben Auszubildende in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen. Weil dieses Bemühen allgemein über sehr lange Zeit fehlte, hat der weitaus größte Teil von Schulabsolventen Mecklenburg-Vorpommern viele Jahre lang gen Westen verlassen – unter anderem mit der Folge, dass jetzt vielfach Arbeitskräfte fehlen.

Dennis und Saskia haben Abitur in Parchim und Lübz gemacht. „Die Ausbildung war durchaus anstrengend, aber ich bin froh, es geschafft zu haben und in meiner Heimat bleiben zu können“, sagt Erstgenannter. Auch Saskia meint, dass es gut sei, vor Ort eine berufliche Chance bekommen zu haben. Die vergangenen drei Jahre bezeichnet sie als abwechslungsreich. „Und nach ein, zwei Jahren konnte man sagen, was man besonders gern mag“, so die Lübzerin. Das Miteinander in der Verwaltung bezeichnen sie und Dennis als kollegial, was die Arbeit zusätzlich verbessere.

Die Wünsche und Vorlieben der beiden neuesten Mitarbeiter konnten voll erfüllt werden: Beide arbeiten jetzt in Bereichen, wo sie es gern wollten.

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