Schönes Landleben : Verein Denkmal Kultur Mestlin will Dorfzentrum entwickeln

Das Kulturhaus
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Das Kulturhaus

Der Verein „Denkmal Kultur Mestlin“ sieht sich als Motor für die Entwicklung einer konzeptionalen Entwicklung des Dorfzentrums.

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18. Januar 2016, 12:47 Uhr

Der Verein „Denkmal Kultur Mestlin“ sieht sich als Motor für die Entwicklung einer konzeptionalen Entwicklung des Dorfzentrums. „Kulturhaus und das gesamte Gebäude-Ensemble rund um den Marx-Engels-Platz gelten als Denkmal von nationaler Bedeutung“, betont Claudia Stauß. „Allein das Kulturhaus ist schon eine große Chance.“ Der Verein, so die Vorsitzende, habe ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich. „Es ist uns gelungen, sämtliche Ausstellungsreihen fortzusetzen.“ Dazu zählte laut Stauß im Frühjahr die Ausstellung „Kunstlandschaft“ rund um den landesweiten Pfingsttermin „Kunst offen“. Im Rahmen des Herbsttermins „Kunst heute“ sei die Ausstellung „Erinnern und nicht vergessen“ veranstaltet worden. Der Sommer sei der viel beachteten Ausstellung „Schichtwechsel – Kunst aus 40 Jahren DDR“ gewidmet gewesen. Einen festen Platz im Veranstaltungskalender habe sich die Aufführung des Jugendtheaters erobert. Auch mit dem Künstlermarkt „Hinterland“ habe sich der Verein erneut als Veranstalter bewährt. „Wir sind für Kooperationen offen“. Ein ebenso großer Erfolg sei das Konzert in der Reihe der MV-Musikfestspiele gewesen.

Der Verein hat sich bei der Lokalen Aktionsgruppe Warnow-Elde-Land für die neue Förderperiode von EU-Mitteln aus dem Leader-Programm beworben. Allein für die Sanierung der Nordterrasse als Freiluft-Ergänzung für den kleinen Saal werden netto 160 000 Euro veranschlagt. Die Fördermittel werden vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) nur dann verausgabt, wenn sich weitere Zuschussgeber finden. Weitere Informationen erteilt Claudia Stauß unter den Rufnummern 038727 - 888 277 und 0170 - 581 72 49 oder lassen sich im Internet unter der Adresse www.denkmal-kultur-mestlin.de finden.

Die Kirche gehört zu den schönsten im Land

Der rechteckige Chor aus Feldsteinen stammt vermutlich von 1230. Über den Chor spannt sich ein achtteiliges Kuppelgewölbe. Im 14. Jahrhundert wurde daran eine breite, hochragende Backsteinhalle im gotischen Stil angesetzt. Ihr Kreuzrippengewölbe wird durch achteckige Strebepfeiler gestützt, die das Gewölbe tragen und die Halle zweiteilen. Das Halleninnere wird durch dreibahnige Spitzbogenfenster erhellt. Zwischen Chor und Langhaus steht auf einem Balken im Triumphbogen eine Kreuzigungsgruppe aus dem 14./15. Jahrhundert. Der wuchtige, viereckige Westturm entstand gemeinsam mit dem Kirchenschiff. Eine geräumige Glockenstube wurde 1749 als Fachwerk aufgestockt und erhielt ein pyramidenförmiges Dach. Die Glocke von 1683 wurde im 2. Weltkrieg zerstört, die von 1776 kam nach Hohen Pritz. Die aktuellen Glocken von 1389 und 1511 stammen aus der Kirche zu Ruest. Kirchenbesichtigungen sind nach Absprache mit Pastor Kornelius Taetow möglich (038727 / 81584).

 

Ein Dorf ist stolz auf seine stolzen Vögel

Mestlin wird wegen seiner Störche auch als Storchendorf bezeichnet. Acht von 12 Nestern werden durchschnittlich jedes Jahr belegt. Meister Adebar wird genau beobachtet und besondere Vorkommnisse umgehend gemeldet. Seit 1994 werden die Vorkommen in und um Mestlin erfasst.

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