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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 19:51 Uhr

20 SVZ-Fragen : Unter der Bettdecke Westradio gehört

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Goldberger Peter Plagemann führt seit über 25 Jahren ein Fachgeschäft für Sportartikel. Heute stellt der 60-Jährige sich den 20 SVZ-Fragen

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 22:08 Uhr

Er hat es geschafft und sein Hobby zum Beruf gemacht. Peter Plagemann hat eine große Leidenschaft: den Sport. Und er übt ihn nicht nur aus, sondern ist auch der Fachmann für Sportartikel in Goldberg. Seit 1987 führt er das Sportgeschäft in der Mildenitzstadt. Den Familienbetrieb übernahm er von seinen Schwiegereltern. „Von 1914 an gibt es das Geschäft bereits, es war zwischendurch auch mal ein Geschirrladen. Aber wir sind jetzt in der dritten Generation“, so der Geschäftsmann. Der 60-Jährige ist in Goldberg zu Hause, hier geboren und im Nachbarort aufgewachsen und seit den 80er Jahren fest mit der Region verwurzelt. Im Gespräch stellte Volontärin Nadja Hoffmann ihm die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Ich bin in Dobbertin große geworden und war immer gern dort am See. Aber ich mag es überall, wo Wasser ist in Mecklenburg-Vorpommern.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Da ich es nicht bin, stellt sich die Frage ja eigentlich nicht. Sofort würde ich aber nichts ändern. Ich unterstützte generell unseren derzeitigen Bürgermeister und bin auch selbst aktiv in der Stadtpolitik tätig.
Was wollten Sie als Kind mal werden ?
Ich wollte kein Bürgermeister werden. Ich hatte noch keine richtige Vorstellung was ich werden will. Das kam erst später durch meinen Schwiegervater. Und ich hatte auch schon immer einen Hang zum Sport, dann hat es sich so ergeben, dass ich das Sportgeschäft von den Schwiegereltern übernehme.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe Kartoffeln gesammelt auf den Feldern der LPG.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Damals wollte ich unbedingt das Kofferradio „Stern Party“ haben. Es gehörte zu den bekanntesten. Ich habe mein Geld gespart und es mir gekauft. Dann habe ich unter der Bettdecke Westradio gehört.
Was findet man immer bei Ihnen im Kühlschrank?
Das Notwendigste zum Überleben: Butter, Milch, Käse, Wurst. Also nix besonderes
Was stört Sie an anderen?
Wenn Menschen hinter dem Rücker anderer Leute reden. Ich bin für klare Verhältnisse.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache eigentlich jeden Tag, wenn ich morgens auf NDR 2 „Wir sind die Freeses“ höre. Es ist sehr lustig.
Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten: Was würden Sie anders machen?
Anders??? Eventuell würde ich in eine größere Stadt ziehen. Auf dem Land ist es schwer, ein Geschäft zu führen und auch zu halten. Es sind nur wenig Leute und das Geld sitzt nicht so hoch. Aber wir sind hier mit dem Haus verwurzelt.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich habe viele Vorbilder, die ich im Leben kennengelernt habe. Ich versuche, davon das beste herauszusuchen und danach zu leben.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich lese keine Bücher, aber dafür sehr viele Fachzeitschriften über Sportthemen und auch Musik oder Computer.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ehrlich – „Alles was zählt“. Und jede Sportsendung, wenn ich es schaffe. Zuletzt habe ich mir die Dart-WM und die Vierschanzentournee angesehen.
Wie halten Sie sich fit: mit Gartenarbeit oder Sport?
Mit Sport. Ich gehe einmal die Woche zum Badminton und das ganze Jahr über bin ich viel mit dem Rad unterwegs. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, auch ein neues Rad zu kaufen. Mein altes hat ausgedient.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Mir würden viele einfallen. Aber schön wäre auf alle Fälle ein Sportler vom Biathlon oder ein Speedway-Fahrer aus alten Zeiten.
Was kommt bei Ihnen auf den Tisch, wenn Sie auswärts essen?
Eigentlich deutsche Küche. Aber ich esse auch gern italienisch – Nudeln und Spaghetti.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
Eigentlich gibt es da ganz viele, ich bin ein großer Musik-Fan. Aber das letzte ist „Atemlos“ von Helene Fischer, da es das Lied der Fußball WM für mich ist und Deutschland zum vierten Mal den Titel holte.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Das ist noch gar nicht so lange her. Mein runder Geburtstag stand an und ich habe extra eine große Reise gemacht, damit ich nicht vor Ort bin. Am Samstagabend, als wir vom Flieger aus Berlin zurück nach Hause sind, habe ich mich schon gewundert, dass nur das Handy meiner Frau klingelt und mich keiner anruft. Zuhause wusste ich dann warum. In meiner Küche warteten 25 Leute auf mich, das war eine riesen Überraschung. Das hatte meine Frau alles heimlich organisiert und ich habe nichts mitbekommen. Den Abend haben wir ordentlich gefeiert.
Welchen Traum möchten Sie sich erfüllen?
Einen konkreten Traum habe ich nicht wirklich. Wenn ich mir etwas wünsche, versuche ich es auch schnellstmöglich umzusetzen.
Was werden Sie als Rentner machen?
Wenn die Gesundheit mitspielt, ganz viel reisen. Ich würde den Speedway Grand Prix von April bis Oktober begleiten, er findet alle zwei Wochen in einem anderen Land statt. Und im Winter würde ich zum Biathlon und Eis-Speedway fahren. Da war ich zwar schon mal, aber als Rentner hätte ich mehr Zeit dafür.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Hans-Jürgen Trümner. Er ist Bauunternehmer aus Goldberg.

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