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Verkehrsgeschehen : Unfall infolge von „Bauernglätte“

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Lkw kracht bei Techentin gegen Baum - Fahrer zum Glück nur leicht verletzt

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2014 | 09:39 Uhr

Gegen 5.30 Uhr ist es zwischen Zidderich und Techentin zu einem Unfall mit einem Lkw gekommen. Dabei wurde der Fahrer (51) verletzt. Der Lkw-Fahrer aus der Hansestadt Rostock war zwischen den Ortschaften Zidderich und Techentin unterwegs. „Eine Tour, die wir fast täglich machen und die Strecke kennen und nie ist etwas passiert“, sagt später der unverletzte Beifahrer (55). Doch unmittelbar nach einer Rechtskurve kam das Unglück. Der Lkw kam ins Rutschen und das Bremsmanöver nutzte nichts, erst ein Baum stoppte das Fahrzeug. Dabei wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Feuerwehrkameraden aus dem Wrack befreit werden. Nach ersten Informationen vor Ort hatte der Fahrer großes Glück, denn er schien sich nur relativ leichte Verletzungen zugezogen zu haben. Er wurde in die Klinik nach Plau eingeliefert. Die Feuerwehren aus Techentin, Mestlin und Goldberg waren vor Ort. Die Straße war erst gegen 9 Uhr wieder komplett frei, nachdem der Baum, der auf dem Fahrerhaus lag, von den Kameraden entfernt wurde und das Abschleppunternehmen das Fahrzeug bergen konnte.

„Plötzlich war die Straße nicht nur nass, sondern durch aufgetragenen Ackerboden so rutschig, dass wir nichts mehr machen konnten und so gegen den Baum auf der linken Straßenseite krachten“, erzählte der Beifahrer zum Hergang. Da sich in diesem Bereich auch Auffahrten zum angrenzenden Maisacker befinden, haben die Landmaschinen die Fahrbahn total verdreckt. In den Fachkreisen wird dies auch als „Bauernglätte“ bezeichnet, die mitunter durchaus die gleiche Wirkung wie Blitzeis haben könne. Ein entsprechendes Hinweisschild „Achtung“ (Zeichen 101) mit dem Zusatzschild „verschmutzte Fahrbahn“ (Zeichen 1006-35) hätte zwar den Unfall möglicherweise nicht verhindern, aber die Kraftfahrer warnen können. Klar ist aber, dass so ein Schild nur einen Hinweischarakter hat und nicht von den eigenen Pflichten befreit. „Derartige Verschmutzungen sind entsprechend zeitnah zu beseitigen, damit der Straßenverkehr nicht gefährdet wird“, sagt Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Inwieweit diese Verschmutzung vor Ort für den Unfall mitverantwortlich ist, werden die weiteren Ermittlungen ergeben müssen. Andreas Steuck von der Straßenverkehrsbehörde in der Kreisverwaltung weist darauf hin, dass so ein Hinweisschild (Zeichen 101) mit dem Zusatzzeichen (1006-35) beantragt werden müsse. „Am besten 14 Tage im Voraus, denn je nach Verwaltungsaufwand kann die Genehmigung Zeit in Anspruch nehmen“, und er verweist auf den Paragrafen 32 der Straßenverkehrsordnung, wonach der Verursacher „unverzüglich“ die Fahrbahn zu säubern hat.

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