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Unglück bei Ganzlin : Unfall fordert zwei Menschenleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Kleintransporter kollidierte mit Sattelzug auf der B 103 / Beide Fahrer tot / Bundesstraße für mehrere Stunden voll gesperrt

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 21:00 Uhr

Es ist nur wenige Minuten vor 1 Uhr in der Nacht zum Montag, als in Plau und Ganzlin die Sirenen heulen: Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 103 zwischen Ganzlin und Meyenburg. Vor Ort, in einem Waldstück zwischen Ganzlin und der Abzweigung nach Wendisch Priborn auf gerader Strecke, bot sich den Rettungskräften von Feuerwehr, DRK und Polizei ein schreckliches Bild. Auf Grund der Situation hieß es anfangs noch, dass zwei Lkw und mindestens ein Pkw verwickelt seien.

Auf dem Seitenstreifen lag quer zur Fahrtrichtung ein Transporter – oder besser was davon übrig war – auf der Seite. Das Führerhaus lag etliche Meter weiter entfernt, ebenfalls auf dem Seitenstreifen und nochmals einige Meter weiter stand ein polnischer Sattelauflieger auf der linken Fahrbahnseite, die Zugmaschine quer zur Fahrbahn auf dem Seitenstreifen. Bei der Suche nach den Fahrern mussten die Rettungskräfte feststellen, dass der 47-jährige Fahrer des Transporters, der aus der Region stammt, außerhalb des Wracks lag und seinen schweren Verletzungen bereits erlegen war. Auch der polnische Fahrer (63), der in seinem Fahrerhaus eingeklemmt war, hatte die Kollision nicht überlebt.

Die 28 Kameraden der Feuerwehren aus Ganzlin und Plau am See sorgten für eine Ausleuchtung der Unfallstelle, banden die ausgetretenen Betriebsstoffe und stellten die Löschbereitschaft her. Es war vor allem für die jüngeren Kameraden ein schwer zu verarbeitender Einsatz.

Um den Hergang des Unfalls klären zu können, waren noch in der Nacht Beamte des Kriminaldauerdienstes vor Ort. Die Polizei zog einen Sachverständigen der Dekra hinzu. Ersten Ergebnissen zufolge könnte der polnische Sattelauflieger aus unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und mit dem entgegenkommenden Transporter kollidiert sein. „Die Ermittlungen dazu dauern allerdings noch an“, so Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust gestern Vormittag.

Die Bundesstraße war in dem Bereich bis kurz nach 8 Uhr für die Unfallaufnahme und die Bergung der Wracks voll gesperrt. Der Verkehr wurde durch die Polizei weiträumig umgeleitet. Von etwa 8.15 Uhr bis in die Mittagsstunden hinein konnte der Verkehr dann an der Unfallstelle einspurig vorbei geleitet werden.


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