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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 09:18 Uhr

Investition : Turbo-Internet kein Traum mehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Für den Ausbau des Glasfasernetzes sind in unserer Region Fördermittel in Höhe von 24,3 Millionen Euro gewilligt worden.

von
erstellt am 27.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Auf der Bürgermeisterberatung am Donnerstagabend informierte Gerd Holger Golisz, Leiter des Amtes Zentrale Dienste im Amt Eldenburg Lübz, über den aktuellen Stand der vorgesehenen Versorgung unserer Region mit Glasfasertechnologie. Demzufolge erhalte die Firma Wemacom am 6. November offiziell den Auftrag für die Herstellung des ersten Abschnittes.

Vorgesehen sei, in ihm die Gemeinden Gallin-Kuppentin, Gehlsbach, Gischow, Kreien, Kritzow, Passow, Siggelkow, Suckow und Tessenow sowie die Gemeinde Ganzlin im Amt Plau am See auszubauen. Nach Billigung von Fördermitteln in Höhe von 24,3 Millionen Euro gab es in unserem Landkreis ein zweistufiges, europaweit bekanntgemachtes Vergabeverfahren. Am 6. November findet die Vertragsunterzeichnung zwischen dem Kreis und der Wemacom statt. Vorgesehen ist, die Bürgermeister der genannten Gemeinden zu diesem Termin einzuladen. Der Investor werde detaillierte Information zum Projekt, zur Technik, zum zeitlichen Ablauf und Verfahren geben. Außerdem soll in jeder Gemeinde mindestens eine Einwohnerversammlung zur Information der Bürger und Unternehmen stattfinden. „Ich gehe davon aus, dass die Bagger spätestens Anfang nächsten Jahres rollen und das Projekt 2018 abgeschlossen wird“, sagt Golisz. Zur Zeit werde geprüft, die dann bestehende Glasfaserinfrastruktur um freie WLAN– Zugänge zu ergänzen: „Fördertechnisch streben wir hier ebenfalls 100 Prozent an.“

Auch für den zweiten Ausbauabschnitt innerhalb unseres Amtes liegen die Fördermittelbescheide vor. Bestätigt wurde Golisz zufolge die Förderung für die Lübzer Ortsteile Lutheran, Ruthen und Wessentin sowie für Beckendorf und Greven (Gemeinde Granzin), Jarchow, Leppin, Marnitz und Mooster (Gemeinde Marnitz) sowie Benthen, Neu Benthen und Werder (Gemeinde Werder). Für diese Kommunen wolle man ein „Ausbaucluster“ (Gemeinschaft) mit zwei weiteren Gemeinden eines Nachbaramtes bilden. Hier läuft gegenwärtig das Ausschreibungsverfahren. „Erklärtes Ziel ist, auch diesen Abschnitt 2018 zu realisieren“, sagt der Amtsleiter. „Für die verbleibenden Ortsteile haben potentielle Unternehmen eine ,Selbstausbauabsichtserklärung’ abgegeben.“

Der Breitbandausbau sei für die Zukunftsfähigkeit unseres ländlich geprägten Raumes von besonderer Bedeutung und wäre ohne diese so wörtlich „enorme Förderung“ nicht realisierbar gewesen. Für den gesamten Amtsbereich bestünden gute Voraussetzungen, alle Gemeinden mit einem einheitlichen Hochgeschwindigkeitsnetz auszustatten: „Wir haben die Bedürfnisse der einheimischen Unternehmen sowie unserer Bevölkerung im Blick.“

Bei dem genannten Finanzvolumen handele es sich um eines der größten Investitionsvorhaben in unserem Amt. Weil die Fördermittelbehörde die von ihr bewilligten Mittel nach dem so genannten „Windhundprinzip“ vergibt (bedeutet, dass nur solange Geld ausgezahlt wird, bis die bereitgestellte Gesamtsumme verbraucht ist), freue sich Golisz, dass das Amt Eldenburg Lübz im Landkreis und unser Landkreis im Land eine vordere Position belegen.

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