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Einsatz für die Gemeinde : Trotz leerer Kasse noch Bewegung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Barbara Schrul und engagierte Mitstreiter wollen in Passow unabhängig von schlechten äußeren Bedingungen weiterhin für Leben sorgen.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Nicht erst, seitdem der Finanzausschuss über den etwa 100-seitigen von der Gemeindevertretung noch zu beschließenden, letztlich geänderten Haushaltsentwurf für 2017 beraten hat (die endgültige Bewilligung obliegt dem Landkreis als über allen stehende Behörde), steht fest: Auch in Passow ist wie in jeder Kommune unseres Amtes die Kasse leer. Weil auch dort die von der Gemeinde zu erfüllenden Pflichtaufgaben mittlerweile nahezu das gesamte zur Verfügung stehende Geld auffressen, ist für freiwillige so gut wie nichts mehr übrig. „Man muss sich entscheiden, was man möchte“, sagt Barbara Schrul, Vorsitzende des Bildungs- und Kulturausschusses sowie Zweite Stellvertretende Bürgermeisterin. „In Passow haben wir zum Beispiel neben einer Kita auch noch eine Schule – die letzte ihrer Art im Großraum Lübz. Will man dieses die Gemeinde zentral mit ausmachende Profil erhalten, kostet es viel Geld. Die Kommune muss dafür einen großen Eigenanteil leisten.“

Dies lohne sich jedoch, weil feststehe, dass unter anderem gerade die Schule wie ein Magnet wirke und auch junge Leute dazu veranlasse, nach Passow zu ziehen, wie man an diversen Neubauten erkennen könne. Eine der nächsten großen Aufgaben sei, die Fassade der Schule neu streichen zu lassen: „Wenn wir diese Einrichtung aufgeben, würden wir die Gemeinde aufgeben.“

Die von Grund auf sanierte „Alte Schule“ hat sich zu einem wichtigen Anlaufpunkt in Passow entwickelt. Bereits seit mehreren Jahren treffen sich hier zum Beispiel einmal im Monat Senioren zu Festen, Vorträgen, Geburtstagsfeiern, Spielen und geselligem Beisammensein. In gleichem Abstand kommen darüber hinaus die „Plattsnacker“, es gibt Angebote wie etwa Yoga-Kurse und Familien nutzen das Gebäude für private Feiern. „Ich möchte, dass es zu einem Haus der Begegnung mit unterschiedlichen Themen wird“, sagt Barbara Schrul. „Bisher sind die Angebote oft auf eine Altersgruppe beschränkt. Ich wünsche mir eine größere Mischung, was das Alter betrifft.“ Der erste Schritt ist getan: Seit Oktober vorigen Jahres treffen sich durchschnittlich 15 Frauen von der jungen Mutter mit Kind bis zur Seniorin. Dabei hat eine Teilnehmerin den anderen unter anderem schon gezeigt, wie man Gestecke und Festschmuck herstellt, strickt, ein Fotobuch herstellt oder die im Schrank vergessene Nähmaschine wiederbelebt.

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