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Erste Anlaufstelle mgh : Treffpunkt für Groß und Klein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Mehrgenerationenhaus Lübz begegnen sich Menschen aller Generationen. Nächstes Jahr feiert die Einrichtung zehn Jahre Jubiläum.

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Lübz/Parchim Mehrgenerationenhaus – bei diesem Begriff scheiden sich  die Geister, was das Konzept angeht. „Wir hören immer öfter die Aussage, dass  in unserer Einrichtung mehrere Generationen unter einem Dach wohnen“, sagt Kerstin Schünemann, seit September 2013 Leiterin des Bereichs „Mobil“ des Jugendfördervereines Parchim/Lübz e.V.. Der Jugendförderverein ist Träger des  Mehrgenerationenhauses Lübz.

Kerstin Schünemann stellt klar: „Man wohnt hier nicht, man lebt hier.“ Teamleiterin Kerstin Lorenz stimmt ihr zu: „Deshalb war es jetzt  Zeit, bekannt zu machen, wer wir sind und was sich hinter den drei Buchstaben MGH verbirgt.“

Mehrgenerationenhäuser, wie auch die Einrichtung in der Eldestadt, nehmen  am bundesweiten Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser II“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Initiiert wurde es von Ursula von der Leyen  während ihrer Amtszeit als Familienministerin.

Nahezu in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt in Deutschland gibt es eine Einrichtung – bundesweit werden somit rund 450 Standorte durch Bundesmittel unterstützt.  Auch die jeweilige Standortkommune stellt finanzielle Mittel zur Verfügung. „Dafür sind wir der Stadt Lübz sehr dankbar“, weiß das Leitungsduo die Unterstützung zu schätzen.

Die Häuser  unterscheiden sich in ihren  gewählten Schwerpunkten. „Es gibt durchaus Häuser, wo Jung und Alt unter einem Dach wohnen“, weiß Kerstin Schünemann und nennt die Landeshauptstadt Schwerin als ein Beispiel.

Das Mehrgenerationenhaus in der Eldestadt versteht sich allerdings als „Offener Treff“: Eine erste Anlaufstelle und ein Ort der Begegnung für alle Generationen. „Jeder der möchte, kann vorbeikommen“, betont Kerstin Lorenz. 28000 Besucher zählte das Haus im letzten Jahr. „Das ist eine Steigerung zum Jahr davor“, freut sich  Kerstin Schünemann.

Vier pädagogische Mitarbeiter und viele Ehrenamtliche gestalten das Programm. Hier wird der Schwerpunkt auf Kultur und Kreativität gelegt. So sind die kulturellen Veranstaltungen mit Auftritten bekannter Gesichter ein Anziehungspunkt. „Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Menschen mit eigenen Ideen auf uns zukommen, um gemeinsam das Miteinander hier zu gestalten und sich so für die Gemeinschaft vor Ort stark zu machen“, wünscht sich Kerstin Schünemann mehr Eigeninitiative. So entstand  die Krabbelgruppe, die sich immer mittwochs trifft, auf Initiative einer Mutter. Aktuell liegen Anfragen für einen Schachkurs und in den Bereichen „Gartenpflege“ sowie „Holzwesen“ vor. Auch werden Helfer für den Büchertausch gesucht. „Es fehlen nur leider die Leute, um es anzubieten“, bedauert Kerstin Lorenz.

Die Hauptangebote für die jüngere Generation werden in den Ferien angeboten: Basteln  in den Werkstätten, Ferienkino und Ferienküche. Während des Schuljahres stehen die vielen Ganztagsangebote an den Schulen dem Mehrgenerationenhaus im Weg. „Danach stehen dann noch Hausaufgaben für die Kinder an“, sagt Kerstin Lorenz. Wer hierbei Hilfe braucht, kann auf das Angebot der  Hausaufgabenhilfe  zurückgreifen.

Im nächsten Jahr steht eine große Party anlässlich des 10-jährigen Jubiläums ins Haus. Das soll „ein Riesenknaller für die Stadt werden“, kündigt Kerstin Schünemann begeistert den Geburtstag   an. Was für ein Programm stattfindet, wird aber noch nicht verraten, nur so viel: „Wir stecken mitten in der Planung“, sagt Kerstin Lorenz.

Um ein Stück Geschichte in den Räumlichkeiten zu platzieren, werden alte Fotos gesucht. Ursprünglich war das Gebäude in der Schulstraße  eine Volksschule, dann eine Pfarrschule und zuletzt ein Pionierhaus bzw. Freizeitzentrum. „Ältere besuchen uns, um sich  die Räumlichkeiten anzuschauen, was aus ihrer alten Schule geworden ist“, sagt Kerstin Lorenz.

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