zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. Oktober 2017 | 08:27 Uhr

Plau am See : Tollkühne Segler auf „Eierregatta“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Seit über 50 Jahren treibt alte Plauer Tradition passionierte Segler am Neujahrstag auf den See. Crew von Christian Eder fuhr zum Sieg

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

32 Plauer Segler und Segelinteressierte waren trotz der Feier in der Silvesternacht fit genug, um am Neujahrsmorgen gemeinsam die traditionelle Eierregatta von Plau zum Lenz zu starten. Wegen des eisigen Windes waren alle dick vermummt – Segler als auch die Gäste auf dem Beiboot, dem ehemaligen Rettungsboot „Wodka“ das Plauer Wassersportvereins. Letztere konnten sich nicht nur durch gute Laune, sondern auch mit einem Gläschen Glühwein warm halten.

Anders als in den Vorjahren ging es diesmal nicht darum, wer als erster auf dem Wasser war, um eine Stiege Eier von Thorsten Falk, Hotelier des Lenzer Krugs, in Empfang zu nehmen. Dieses Jahr waren es vier Segelboote, die unter Leitung von Holger Dahnke als Wettfahrtleiter eine kleine Regatta zum Lenz veranstalteten. Um 10 Uhr gab es das Startsignal am Leuchtturm, und mit beinahe achterlichem (die Segler nennen es „raumen Wind“) ging es bei gemäßigten drei Windstärken auf den Plauer See hinaus. Während auf den ersten Kilometern die Boote beinahe gleich auf waren, löste sich die Crew von Christian Eder mit ihrem 15er Jollenkreuzer kurz vor dem Ziel vom Regattafeld und gewann die Wettfahrt.

Im Lenzer Krug wurden alle schon erwartet, und die Siegercrew bekam vom Chef des Hauses die wohlverdiente Stiege Eier. Nach einem Gruppenfoto ging es wieder zurück auf den See. Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt und kam jetzt natürlich von vorne. Das bedeutete Aufkreuzen - die Boote gerieten in Böen mächtig Schräglage und bekamen ordentlich Spritzwasser von vorn. Doch dank der erfahrenen Skipper kamen aber alle wohlbehalten, wieder in Plau am See an. Dort wurden sie von verwunderten Gästen, die auf der Mole spazieren gingen bestaunt. Vielleicht auch für ein wenig verrückt erklärt. Es sind halt die verrückten Dinge, die das Leben lebenswert machen.

Horst Frommer

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen