engagement in lübz : Toleranz Tanz(t) an Lübzer Penne

Bunte Vielfalt mit Aussage: Auf diesem Banner sollen am morgigen Konzertabend alle Teilnehmer unterschreiben.  Fotos: sabrina panknin
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Bunte Vielfalt mit Aussage: Auf diesem Banner sollen am morgigen Konzertabend alle Teilnehmer unterschreiben. Fotos: sabrina panknin

Schüler der „SoR“-Gruppe laden heute um 19 Uhr zum Bandabend in die Turnhalle ein. Drei Bands und ein DJ sorgen für Mucke

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03. Juni 2016, 12:00 Uhr

Wozu Pappteller alles gut sein können. Mit Gelb, Blau, Rot, Lila angepinselt und zu Peace-Zeichen zurechtgeschnitten, werden sie Dekoration für einen besonderen Bandabend im Eldenburg-Gymnasium Lübz. „Den Konzertabend veranstalten wir jedes Jahr“, erzählt Merel de Baat, die an ihrer ehemaligen Schule derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Als FSJlerin kümmert sie sich auch um die „SoR“-Gruppe. Mittlerweile engagieren sich 15 Schüler aus den 8., 10. und 11. Klassen in der Gruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – kurz „SoR“ genannt.

Für dieses Jahr hatten einige der Jugendlichen eine besondere Idee – ein Abend, der ganz im Zeichen von Toleranz steht. Aus „für Toleranz tanzen“ wurde ein Wortspiel – „Toleranz Tanz(t)“. Und genau das findet heute Abend statt. Los geht’s in der Lübzer Turnhalle um 19 Uhr. „Wir haben drei Bands, die sollen natürlich auch die Schüler erleben, die unter 16 Jahre alt sind“, erklärt Merel de Baat. Denn nach 22 Uhr ist für diese Jugendlichen Schluss – das Jugendschutzgesetz greift um sich. Gegen 23 Uhr soll sowieso Zapfenstreich sein. Schließlich handelt es sich um eine Schulveranstaltung.

Die Idee zu „Toleranz Tanz(t)“ hatten die Schüler bei einem Workshop der Anne-Frank-Stiftung Berlin. „Wenn das Konzept, die Idee umgesetzt wird, werden die Schüler zu Anne-Frank-Botschaftern ausgezeichnet“, erläutert die FSJlerin. Und genau das passiert mit dem heutigen Abend. In der Woche drauf – am 11. Juni – geht’s dann von Lübz nach Berlin. Dort wird es dann ganz offiziell. Die Lübzer werden zu Anne-Frank-Botschaftern und übernehmen damit eine wichtige Aufgabe. Bei dem Projekt setzen sich die Jugendlichen intensiv mit Fragen zu Diskriminierung, Vorurteilen, Zivilcourage und Demokratie auseinander. Ziel ist es, ihr erlerntes Wissen an andere Jugendliche weiterzugeben. Die Seminare in Berlin werden gefördert durch das Programm „Demokratie leben“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und von der Bundeszentrale für politische Bildung.

Doch bevor die Reise nach Berlin geht, wird es heute Abend laut. „WhySoSerious“, „Restposten“ und „Nullpunkt“ wollen den Schülern einheizen. Gegen 22 Uhr steht dann ein Referendar an den Turntables – DJ Huber, bei den Gymnasiasten besser bekannt als Bio-Lehrer Tino Huber. Den Kontakt zu den Bands hat Goldbergerin Zoe Pulter hergestellt. Mit „WhySoSerious“ stehen sozusagen auch Lokalmatadore auf der Bühne. Dass getanzt werden soll, ist klar, denn nur „Wer sich bewegt, kann was bewegen.“

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