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Plauer Verein in der Krise : Tierschützer vor schwerer Entscheidung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Mitgliederversammlung soll am 20. Oktober abstimmen: Verein auflösen oder weiterführen?

von
erstellt am 09.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Die Lage für den Plauer Tierschutz ist nach wie vor brisant. Maximal ist da ein kleines Kerzenflackern am Ende des Tunnels: Der Verein  hatte  im April diesen Jahres   seinen Vorsitzenden  vor die Tür gesetzt, da der im Verdacht steht, für das finanzielle Fiasko (ca. 40000 Euro Schulden)  verantwortlich zu sein. Wenig  später war Insolvenz beantragt worden, die jedoch  wegen fehlender Unterlagen vom   Gericht abgewiesen worden war. Trotz wiederholter  richterlicher Ermahnung    verweigert der Ex-Vorsitzende  die Herausgabe eines Großteils der Papiere. Inzwischen  ist die Kaufmännischen Krankenkasse  aktiv geworden, da der Verein, in Persona der Ex-Vorsitzende,  für zwei unter seiner Regie  angeheuerte Festangestellte über Monate weder Krankenversicherung noch Lohnsteuer   abgeführt haben soll. Ob nun das Insolvenzverfahren eröffnet wird, hängt vom Gutachten ab, das  vom Gericht in Auftrag gegeben wurde.

„Mittlerweile geht es  um Wohl und Wehe  unseres Vereins“, sagt  die neue Vorsitzende Uta  Kaßler.  Ans Aufgeben  denkt sie nicht.  Die Plauer  brauchen 40 000 Euro, um die Gläubiger  zu bedienen. Geld, dass sie  nicht haben.  Uta  Kaßler  will  aber auf gar keinen Fall, dass  die Partner, mit denen der Verein über viele Jahre gut  zusammengearbeitet  hat,  auf  unbezahlten Rechnungen  sitzen  bleiben.  „Das kommt gar nicht in Frage“, sagt sie. Hatte der Verein noch vor Monaten darum gebeten,  von Spenden  auf das Vereinskonto  abzusehen, könnte  genau das jetzt helfen,  Außenstände  abzubauen. Wenn auch in einem  dann  laufenden Insolvenzverfahren. 

Unterstützung, in Form von 20000 Euro, so Uta Kaßler, habe zwischenzeitlich der Tierschutzverband  zugesagt.  „Unter einer Bedingung allerdings. Um das Geld zu bekommen und damit weitere Schulden abzubauen,  müssten wir  zusichern, dass wir  weitere fünf Jahre  als Verein bestehen bleiben. Und diese Garantie  können  wir in der gegenwärtigen Situation  auf keinen Fall  geben.“  Diese schwere Entscheidung  wollen letztlich aber weder die Vorsitzende noch der Vorstand  allein  treffen. Am 20. Oktober sind  deshalb alle Mitglieder  zur Mitgliederversammlung eingeladen. „Hier werden wir die Situation  ganz sachlich darlegen  und dann muss es  eine Abstimmung mit Mehrheitsbekundung geben.  Wie die aussehen  wird,  ist offen. Das Tierheim,  soviel scheint sicher, wird auf  Dauer nicht zu halten sein.

Diese Entwicklung  dürfte  vor allem auf das Konto des Ex-Vorsitzenden gehen. Nachdem vor etwa drei Monaten sein  Haus  auf richterlichen Beschluss durchsucht  und Beweismittel sichergestellt worden waren (wir berichteten), läuft gegen ihn mittlerweile ein Ermittlungsverfahren. Der aktuelle Stand liegt nicht vor. Wie SVZ jedoch aus nicht bestätigter Quelle erfahren  hat,  soll  Joachim Jahnke  inzwischen   die Region  verlassen haben.  Telefonisch bzw. per Handy war er  nicht zu erreichen.

 

Auf  folgendes Vereins-Konto können Spenden eingezahlt werden:  IBAN DE43 1405 1362 1301 0058 07

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