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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 09:23 Uhr

erneuerbare energien : Techentin setzt auf Sonnenkraft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Sunfarming GmbH will im kommenden Jahr auf einer Freifläche von zirka zwei Hektar eine 1,5 MW-Anlage errichten

von
erstellt am 12.Dez.2014 | 21:00 Uhr

Eines der wohl größten Projekte plant die Gemeinde Techentin bei Goldberg im kommenden Jahr. Auf den Freiflächen am Sehlsdorfer Weg – unweit der Biogasanlage – soll eine Photovoltaikanlage gebaut werden. Damit geht auch Techentin einen Schritt in Richtung erneuerbarer regenerativer Energien. „Wir haben auf diesem Flurstück die ehemaligen Stallungen abgerissen“, erklärt Techentins Bürgermeister, Fred Paarmann. Gefördert wurde der Abriss vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV.

In den vergangenen Monaten wurde im Bauausschuss über die weitere Nutzung der Freifläche debattiert. Die Gemeinde plant einen städtebaulichen Vertrag mit der Sunfarming GmbH zu schließen – nach dem Vorbild der Landwirtschaftlichen Milcherzeugergenossenschaft (LMG) Greven-Werder. Das Unternehmen in Werder verfügt bereits über eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Betriebsanlagen. 480 000 Kilowattstunden Strom werden hier jährlich durch reine Sonnenkraft erzeugt werden (wir berichteten). Auch die Techentiner denken an die Zukunft. In Zeiten von unausgeglichenen Haushalten müssen die Kommunen schauen, an welchen Stellschrauben sie beim Kostensparen noch drehen können. „Die Planung und auch die Investition will Sunfarming komplett übernehmen“, erklärt Fred Paarmann. Damit wirbt das Unternehmen, das sich 2004 gründete, mit dem Vorteil des Eigenstromkonzeptes. Denn darauf zielt die Planung auch für Techentin ab. Auf der Freifläche von zirka zwei Hektar soll eine 1,5 MW-Anlage durch Sunfarming gebaut werden. „Wir werden den produzierten Strom selber nutzen. Über Zwischenspeicher wollen wir auch die Straßenbeleuchtung nachts betreiben können – mit LED“, erläutert Techentins Bürgermeister.

Die erste Hürde haben die Gemeindevertreter jetzt genommen. In ihrer jüngsten Gemeindevertretersitzung haben sie für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 3 „Solarstromanlage Techentin“ gestimmt. Dieser Beschluss ist Voraussetzung, um für dieses Sondergebiet einen konkreten Bauantrag stellen zu können. Des Weiteren sollen Verhandlungen mit der Wemag aufgenommen werden. „Wir haben jetzt das Planverfahren eröffnet. Jetzt müssen wir uns durch die Bürokratie kämpfen. Das ganze Verfahren kann sich vier bis fünf Monate hinziehen, je nach dem wie die Behörden mitspielen“, erklärt Uwe Brandt vom Sunfarming Büro Nord auf SVZ-Anfrage.

Ziel der mehr als eine Million Euro teuren Investition soll die Reduzierung der kommunalen Stromkosten sein. „Wir stellen der Gemeinde den auf der Fläche produzierten Strom zur Verfügung und wollen dabei zehn Prozent günstiger sein als der übliche Strompreis auf dem Markt. Festgeschrieben auf zehn Jahre“, erklärt Brandt weiter. Wenn alles glatt läuft, wird die Anlage Mitte des kommenden Jahres gebaut und in Betrieb genommen werden können. Dann produziert die Gemeinde Strom aus Sonnenkraft.  

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