22. Jugendkunstpreis Goldberg : Tänzerischer Kampf um Punkte

Tanz der Elemente: Die Prinzengarde des GKC’94 vertanzte in der Kategorie „Freestyle“ die vier Elemente.  Fotos: W. Niemeyer/D.Wachs
1 von 3
Tanz der Elemente: Die Prinzengarde des GKC’94 vertanzte in der Kategorie „Freestyle“ die vier Elemente. Fotos: W. Niemeyer/D.Wachs

Pause? Das kennen die Karnevalisten aus Goldberg nicht. Denn jedes Jahr aufs Neue findet hier auch der Wettkampf der Tänzer und Garden statt. Auch dieses Jahr und das mit einer neuen Kategorie.

svz.de von
13. März 2016, 21:00 Uhr

Ganz anders als vor vier Wochen noch, als am Aschermittwoch die Karnevalssaison  endete, zeigte sich die Mehrzweckhalle der Walter-Husemann-Regionalschule Goldberg am Sonnabend in einem zurückhaltenden Schwarz. Denn es herrschte Konzentration, Wettbewerbsstimmung – der 22. Jugendkunstpreis des Goldberger Karnevalclubs ’94 (GKC) sollte für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen liefern. Dazu zählte auch das Bühnenbild.  Tinkerbell und ihre Feenfreunde verwandelten die Bühne in ein glitzerndes, buntes Farbenmeer und kleine gelbe Männchen zeigten die Wirkungen eines Handyrausches. Es flogen  Tanzbeine durch die Luft und Räder wurden geschlagen.

Für die Tänzer des GKC’94 war es ein erfolgreicher Tag: Vier erste Plätze und vier dritte Plätze sicherten sie sich auf dem Siegertreppchen.  „Das war mein Jahr“, bewertete Nicole Dahl, Trainerin der Minigarde, das Ergebnis. Die Minis belegten in Garde- und Showtanz den ersten Platz. Auch Tanzmariechen Melina Piper, die zum ersten Mal beim Jugendkunstpreis antrat, gewann in ihrer Kategorie gleich den ersten Platz: „Der Pokal ist etwas ganz Besonderes für mich und die Urkunde bekommt einen Ehrenplatz zu Hause“, sagte sie.  Sie sei vor dem Auftritt sehr aufgeregt gewesen, aber als dann die Musik losging, sei die Nervosität verflogen, erzählt sie auf Nachfrage unserer Zeitung.

 „Junge Karnevalisten treffen sich hier, um sich zu präsentieren und sich mit vielen anderen Vereinen aus der Region zu vergleichen“, sagte Andreas Pennhoff im SVZ-Gespräch  und ergänzte: „Im Vordergrund steht aber nicht der Wettbewerb, sondern die Begegnung und der Erfahrungsaustausch.“ So haben auch kleine Vereine die Möglichkeit, sich an einem Tanzturnier zu beteiligen und ihr Können vor Publikum unter Beweis zu stellen.

Rund 250 Kinder und Jugendliche aus ganz MV waren mit dabei. Die Karnevalisten kamen  aus Anklam, Kühlungsborn, Dabel, Lübz, Krakow am See, Sukow, Kreihnsdörp, Techentin bei Ludwigslust, Crivitz und Goldberg. Insgesamt wurden der Jury um den Vorsitzenden Jens Brüggert vom Techentiner Carneval Club  (TCC) 45 Beiträge präsentiert. Bewertet wurde unter anderem nach Schwierigkeitsgrad, Ausstrahlung und Synchronität.

Die Kategorien Gardetanz, Showtanz, Bütt und Tanzmariechen sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des Programms. In diesem Jahr durften sich die Tänzer und vor allem auch das Publikum auf eine weitere Kategorie freuen: Freestyle.  „Hier sind die Regeln gelockert. So gibt es keine Altersbegrenzung und die Tänzer können vor ihrem Auftritt die Bühne mit Requisiten dekorieren“, erklärte Andreas Pennhoff.

Ein bunter Mix wurde dem Publikum  präsentiert. Die Teenies des  Anklamer-Carneval-Clubs zeigten Otto Lilienthals erste Flugversuche und die Prinzengarde des Karnevalclub Dabel  präsentierte, wie ein gemütlicher Fernsehabend plötzlich mitreißend sein kann. Die Prinzengarde des GKC’94 vertanzte die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die Leistung wurde mit dem dritten Platz bewertet.

Der Tag fand in einer Gala seinen  Abschluss. Hier durften alle Erstplatzierten  noch einmal tanzen und zeigen, dass sie sich die Pokale verdient hatten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen