Orkan in Lübz : Sturmtief „Xaver“ fegte gestern die Straßen leer

Ab dem  Nachmittag waren  in Lübz die Straßen nahezu leergefegt. Die Leute hatten  offensichtlich auf die Warnungen gehört.
Ab dem Nachmittag waren in Lübz die Straßen nahezu leergefegt. Die Leute hatten offensichtlich auf die Warnungen gehört.

Angekündigter Orkan ist heftig, richtete bis in die Abendstunden aber nur wenig Schaden an. Doch noch ist Unwetterlage nicht überstanden

svz.de von
07. Dezember 2013, 12:03 Uhr

Xaver klopfte in unserer Region um 15.55 Uhr an. Immerhin wartete das Orkantief das Ende der Mittagsruhe ab, bevor es an der Leppiner Kreuzung Richtung Meierstorf einen Baum auf die Fahrbahn krachen ließ. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Marnitz räumten das Hindernis in wenigen Minuten von der Fahrbahn.

Insgesamt blieb die Lage angespannt. Geschäfte in Plau, Lübz und Goldberg registrierten gestern deutlich weniger Kunden. Die Bürger im Landkreis nahmen die Warnungen der Meteorologen offensichtlich ernst. Auswirkungen hatte die Unwetterwarnung auch auf die Arbeit der Kreisverwaltung, deren Mitarbeiter sich rechtzeitig in Sicherheit brachten. Die Dienststellen in Parchim und Ludwigslust waren gestern nur bis 16 Uhr geöffnet.

Wegen des Orkantiefs findet heute kein Unterricht statt. Die Schülerbeförderung im Landkreis Ludwigslust-Parchim entfällt deshalb heute. Die Linienbusse im Nahverkehr fahren wie in den Schulferien, (Infos im Internet: www.vl-p.de). „Wegen der Wetterlage ist auch im Linienverkehr mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen“, sagt Kreissprecher Andreas Bonin.

Besonnenheit war auch die Devise in Plau: Wer nicht unterwegs sein nicht musste, blieb daheim. Angekündigt ist, dass der Leuchtturm an der Mole heute für Besucher gesperrt bleibt. Das Risiko ist zu groß.

Besonders verärgert reagieren viele Menschen auf Stromausfall, wie er früher durch Stürme ungleich öfter als heutzutage auftrat. Ein Hauptgrund dafür ist, dass zum Beispiel auch im Versorgungsgebiet der Lübzer Stadtwerke die meisten 20 kV- und 1kV-Leitungen in den letzten Jahren in die Erde verlegt wurden. Laut Geschäftsführer Karl-Heinz Dobbertin liegt ihr Anteil bei momentan 95 Prozent. „Wenn überhaupt, dann ist mehr Schaden an den vorgelagerten Hochspannungsnetzen mit 110 und 380 kV zu erwarten“, sagt er. „Aber zum einen stehen dann überall zu jeder Zeit Mitarbeiter bereit, die genau wissen, was zu tun ist, um die eventuell auch einmal unterbrochene Versorgung schnell wieder herzustellen, und es ist auch für uns nicht das erste Unwetter.“ Das Stromnetz schätzt Dobbertin in allen Bereichen als sicher ein. Damit alle von einer eventuell notwendige Zusammenarbeit so gut wie nur irgend möglich profitieren können, hat er gestern vorsorglich sowohl mit Kollegen bei der WEMAG als auch anderen Stadtwerken im Umfeld telefoniert.

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