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Ortsumgehung Plau am See : Strenz macht Druck bei Ramsauer

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Im Kampf um die Umgehungsstraße machen die Plauer weiter Druck: Die Bürgerinitiative "LKW-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See" will Land- und Bundestagsabgeordnete in die Pflicht nehmen.

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erstellt am 05.Apr.2012 | 02:17 Uhr

Plau am See | Im Kampf um die Umgehungsstraße machen die Plauer weiter Druck: Die Bürgerinitiative "LKW-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See" will bei einer Bürgerversammlung am 19. April Land- und Bundestagsabgeordnete in die Pflicht nehmen. Sie sollen sich bei Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer für eine Realisierung der Trasse um die Seestadt im kommenden Jahr einsetzen. Laut derzeitigem Stand würde die Umgehung Ramsauers neuem Investitionsrahmenplan und den daraus resultierenden Kürzungen im Bundesfern straßenausbau zum Opfer fallen.

Die erste Unterstützerin hat die BI jetzt im Boot: Die Plauer CDU-Fraktion hat ihrer Bundestagsabgeordnete Karin Strenz darum gebeten, ein gutes Wort für die Umgehung bei Ramsauer einzulegen. Die CDU-Frau ließ sich nicht zweimal bitten und verfasste kurzerhand ein Schreiben an den Bundesverkehrsminister. Darin fordert sie ihn auf, seine Kürzungspläne nochmals zu überdenken. Auch ein erstes kurzes Gespräch hat sie bereits zu dem Thema mit dem Bundesverkehrsminister geführt. Resultat: Ramsauer kenne das Thema Ortsumgehung Plau am See, wolle aber zunächst prüfen. Er lasse im Augenblick hunderte ähnliche Anfragen prüfen. Wie dringend eine Umgehung in Plau nötig sei, davon soll sich Ramsauer vor Ort selbst überzeugen. Karin Strenz hat ihn in die Seestadt geladen. Auch das werde geprüft, heißt es. Karin Strenz will nicht locker lassen: "Ich werde die Plauer Bürger nicht im Stich lassen, denn es ist inakzeptabel, dass sich Fernverkehrslaster weitere Jahre durch dieses Stadtidyll, vorbei an einer Schule und den so erwünschten Touristen zwängen und mit ihren Auspuffgasen den Luftkurort-Status konterkarieren", sagt sie.

Das sieht auch die örtliche Bürgerinitiative so. Vor allem eine Tatsache macht die Plauer richtig sauer: Der Ausbau der Ortsumgehung Mirow scheint Plau auf der Prioritätenliste überholt zu haben und dass, obwohl das Bauprojekt im Bundesverkehrswegeplan ursprünglich hinter der Plauer Ortsumgehung eingestuft war. Die Bürgerinitiative will das nicht hinnehmen. Sie will weitere Polit-Schwergewichte in die Plicht nehmen, um den Druck auf Ramsauer zu erhöhen. Das soll beim Bürgerforum am Donnerstag, 19 April, ab 19 Uhr im Plauer Rathaussaal gelingen. Auf’s Tableau soll bei der Gelegenheit auch ein weiteres Sorgenkind der Seestadt kommen: die DSL-Versorgung. Datenautobahn und Ortsumgehung - zwei Infrastrukturen, in die die Plauer endlich Bewegung bringen wollen.

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