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Veranstaltung in Goldberg abgesagt : Streit ums Strandfest in Goldberg eskaliert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Veranstaltung am Goldberger Badestrand muss dieses Jahr abgesagt werden. Zwischen Stadt und Veranstaltern droht ein Rechtsstreit.

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 20:45 Uhr

Eigentlich sollte in genau einer Woche am Badestrand von Goldberg das Strandfest seine dritte Auflage in Folge feiern – eigentlich. Doch jetzt wirft das Trio von der Strandfest GbR das Handtuch – nicht freiwillig. Ein Rechtsstreit zwischen Veranstaltern und der Stadt Goldberg droht sogar.   „Wir wollten das eigentlich gütlich klären“, erklärt Tobias Schröter von der Strandfest GbR – besser bekannt unter seinem Spitznamen Horst Power. Doch jetzt reicht es dem Eventmanager, nimmt es jetzt sogar persönlich. „Die Leute sollen wissen, warum das Strandfest in diesem Jahr nicht stattfindet.“

 Konkret geht es um eine Gebühr in Höhe von 600 Euro für die Nutzung des Badestrandes, für Strom, Wasser und Abwasser. Schon im vergangenen Jahr kam Unmut bei den Organisatoren des Strandfestes deswegen auf. „Wir hatten um eine Reduzierung der Gebühr gebeten“, erklärt Tobias Schröter. Dem Antrag allerdings wurde nicht entsprochen. Ein Gespräch mit Bürgermeister Peer Grützmacher im vergangenen Jahr ließ das Trio hoffen. 

„Neues Jahr, neues Glück“ dachte sich das Team zu Beginn dieses Jahres. Wieder stellten sie einen Antrag für die Veranstaltung am Strand. Wie schon in 2016 sollte das Fest an einem Freitag mit einem irischen Abend eröffnet, am Sonnabend mit einer Tanzveranstaltung abgerundet werden – zwei Tage Veranstaltung in Goldberg für mehr Gemeinschaft.  Doch erneut sei es dabei wieder zu Diskussionen um die Gebühr der Badestrand-Nutzung gekommen. Es ging wieder um die Höhe – die im Vorfeld nicht genau festgelegt werden könne. „Erst nach dem Fest sollte im Hauptausschuss darüber entschieden werden“, regt sich Tobias Schröter auf. „Als Veranstalter brauche ich Planungssicherheit, da gehört auch dazu, zu wissen, wie hoch die Gebühr ausfällt.“ Vor allem eines regt die Truppe auf. „Letztes Jahr hat uns der Bürgermeister noch in einem klärenden Gespräch gesagt, dass es keine Grundlage, keine Gebührenordnung für den Badestrand gibt“, erläutert Raymund Günther. Dem widerspricht Bürgermeister Peer Grützmacher auf SVZ-Anfrage: „Gebühren werden auf der Grundlage von Beschlüssen der städtischen Gremien erhoben. Die für den Badestrand müssten zirka aus dem Jahr 2003 sein. Zuletzt geändert 2007.“

Mittlerweile fordert die Strandfest GbR die gezahlte Gebühr von 600 Euro aus dem vergangenen Jahr zurück. Einen Antrag hat das Trio gestellt. Doch Peer Grützmacher sieht das anders. „Herr Schröter hat im Namen der GbR keinen Antrag gestellt, sondern die Nutzungsgebühr zurückgefordert, weil sie zu Unrecht erhoben worden sei. Dies müsste die GbR gerichtlich erstreiten, da es aus meiner Sicht keine Anhaltspunkte gibt, die eine Rückzahlung rechtfertigen.“ Einen Anwalt haben sich die Organisatoren bereits genommen. „Es geht uns nicht darum, uns zu bereichern. Wir wollen  kein 08/15-Fest veranstalten“, verdeutlicht Peter Larisch. Außerdem haben die Veranstalter in den vergangenen zwei Jahren eher zugesetzt, Verluste gemacht. Eine solche Veranstaltung aber müsse wachsen, brauche Zeit. „Hier bricht ein ganzes Stück Goldberger Tradition weg“, so Raymund Günther. Peter Larisch gegenüber findet Tobias Schröter das Verhalten seitens der Stadt unmöglich. „Peter hat soviel geleistet für Goldberg. Das zerstört das bisschen Gemeinschaft, die Goldberg noch hat.“

 

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