Großbaustelle Ortsumgehung : Stippvisite in der Mondlandschaft

mmm mmmmmm
1 von 2
mmm mmmmmm

Bau der Plauer Ortsumgehung gut im Zeitplan: B-103-Kreisel nahezu fertig, viel Bewegung auf der Trasse, Elde-Brücke bekommt Träger

von
29. September 2017, 21:00 Uhr

Nur wenige Baustellen schaffen es, das Interesse der Plauer so zu wecken, wie es die seit März im Bau befindliche Ortsumgehung, auch die Nordtangente genannt, tut. Viele halten sich über den Stand auf dem Laufenden. Auch Dietmar Villwock. Und beim Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Lkw – Schwer- und Fernlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“ wundert das Interesse so gar nicht. Seit der Wende stritten die Plauer für die Umgehung, viele Jahre angeführt von der BI. Seit im März der erste Spatenstich erfolgte, werden die Fortschritte beim Bau der Brücke über die Elde genauso interessiert verfolgt, wie die Arbeiten auf der 2,7 Kilometer langen Strecke.

„Inzwischen ist der Kreisel oben an der B 103 fast fertig“, freute sich Dietmar Villwock jüngst am Rande des Besuchs von Wirtschaftsminister Harry Glawe. Tatsächlich, das Bauwerk nördlich der Stadt steht. Das Umfeld muss noch hergerichtet werden, Ein- und Ausfahrt der Umgehung und auch die Ausfahrt zum Gewerbegebiet fehlen noch. Doch der Kreisel ist imposant. Allein der Durchmesser seiner Verkehrsinsel liegt bei ca. 38 Metern. „Noch im November wollen wir den Kreisel in Betrieb nehmen“, kündigt Dr. Thorsten Uhlig, Dezernent im Straßenbauamt Schwerin (StBA), aktuelle Planungen an. Die jetzt genutzte Umfahrung könne und werde dann wieder zurückgebaut werden.

Die 2,7 Kilometer lange Strecke zwischen der Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße im Süden und dem Kreisel im Norden ist komplett Baustelle. Über Kuppentiner und Zarchliner Weg oder die Plauerhäger Straße gelingt es jedoch, einen Blick auf die zurzeit ziemlich spektakuläre „Mondlandschaft“ zu riskieren. „Hier sind wir gerade beim Ab - und Auftragen des Bodens und Aufbringen der Frostschutzschicht“, erklärt Uhlig. Stichwort Massenausgleich. Der sei notwendig, da die Trasse durch unebenes Gelände führt. „Insgesamt müssen um die 68  000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Wir werden die Waage zwischen Ab- und Auftrag halten können, was das Projekt insgesamt preiswerter macht. Denn es wird nicht notwendig, zusätzlichen Boden anzuliefern.“

Beeindruckend ist die Brückenbaustelle über die Elde, auf der momentan drei Kräne Dienst tun. In der kommenden Woche (nach dem Feiertag) sollen die Träger für den eigentlichen Brückenkörper montiert werden. In dieser Woche liefen die direkten Vorarbeiten.

Nach wie vor liegen die Baufirmen – die Strabag baut Strecke und Kreisel; Matthäi die Eldebrücke – im Zeitplan. Und das heißt: Fertigstellung der Eldebrücke bis Juni 2018, der gesamten Nordtangente bis Ende 2018. Wenn der Verkehr dann bereits auf der Umgehung unterwegs sein wird, werden die Arbeiten insgesamt noch nicht beendet sein. „Wir rechnen damit, dass wir noch mindestens bis April 2019 mit Rückbauten beschäftigt sein werden“, so Dr. Uhlig.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen