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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

14. Dezember 2017 | 01:54 Uhr

mitspracherecht : Steinbecker wollen mitreden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Dorfstraße in Steinbeck soll saniert werden, bei der Gestaltung wünschen sich die Bürger aber Beteiligung

Steinbecks Dorfstraße soll saniert werden. In der zweiten Augusthälfte könnten die Arbeiten beginnen, wenn die derzeitigen Planungen es zulassen (wir berichteten). Doch jetzt haben sich Steinbecker Bürger nach dem SVZ-Artikel vom 10. Juni zu Wort gemeldet. Sie wollen mitreden. Deshalb hat sich die Mehrheit der Einwohner Steinbecks zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Mehrere Fragen brennen den Steinbeckern unter den Nägeln. Denn das Dorf ist vor allem von Landwirtschaft geprägt, dass zeigt sich auch am Verkehrsaufkommen des Goldberger Ortsteils und auch am Lärm. „Es müssen einige Dinge berücksichtigt werden. Das betrifft auch die Landwirte in der umliegenden Region. Denn diese fahren mit ihren schweren landwirtschaftlichen Maschinen über unsere Dorfstraße“, verdeutlicht Steinbecker Hanno Ziesche. „Wir freuen uns sehr, dass die holprige Straße endlich saniert wird“, gibt er noch einmal ausdrücklich zu verstehen. Dennoch könne es nicht sein, dass die Landwirte ihre schweren Geräte hinter sich herziehen. Diese müssten auf einen Anhänger geladen werden, um eben keine Schäden in der Straße anzurichten. „Einige Bewohner im Dorf haben bereits Schäden an der Hausfassade. Ich bin von der Dorfstraße gut 80 Meter entfernt. Wenn ein landwirtschaftliches Fahrzeug hier entlang fährt, merke ich die Erschütterungen dennoch in meinem Büro“, verdeutlicht Hanno Ziesche die Belastung der Fahrzeuge – vom Lärm auch in den Nachtstunden einmal abgesehen.

Die Steinbecker wünschen sich nicht nur eine Regelung für die landwirtschaftlichen Maschinen – vielleicht wäre eine Verkehrsberuhigung eine Möglichkeit –, sondern auch Einsicht in die derzeitige Planung. „Uns ist auch wichtig, ob wirklich alle Fördermittel beantragt und ausgeschöpft wurden. Das würden wir ebenfalls gern wissen“, so der Steinbecker. Auch der geplante Gehweg – von der Landesstraße aus linksseitig geplant –, scheint der Steinbecker Interessengemeinschaft eher überflüssig zu sein. „Wenn wir eine Verkehrsberuhigung im Dorf hätten, bräuchten wir keinen Gehweg. Zumal dieser bei den Grundstücken wieder zuwächst, die unbewohnt und unbebaut sind.“

Hanno Ziesche freue sich, dass sich die Stadtverwaltung nach einem Schreiben der Interessengemeinschaft bereits zurückgemeldet hat. „Es ist ein wenig Bewegung in die Sache gekommen. Wir würden uns freuen, wenn wir bei der Sanierung mitreden können und dürfen. Das wäre dann wirklich gelebte Demokratie“, verdeutlicht der Steinbecker. Ihre Wünsche und Fragen werden die Steinbecker bei der Einwohnerversammlung am Donnerstag, 3. Juli, um 19 Uhr in der Aula der Goldberger Grundschule sicherlich kundtun.


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