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24. November 2017 | 19:46 Uhr

Plau am See : Startschuss für 23. Badewannenrallye

vom

Beste Stimmung in Plau: Der offizielle Startschuss zur Badewannenrallye-Saison 2012 ist gefallen. Noch ist die Strandstraße Baustelle, aber bis zum Veranstaltungstermin soll die Kampfstrecke wieder zur Verfügung stehen.

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erstellt am 24.Apr.2012 | 10:10 Uhr

Plau am See | Der offizielle Startschuss zur Plauer Badewannenrallye-Saison 2012 ist gefallen. Nach einem kulinarischen Büfett im Parkhotel Klüschenberg lauschten derart gestärkt die vielen Freunde der "Badewanne" den Jahresberichterstattungen von Wannenpräsident Frank Sieland, von Badewannen-aufsichtsratssprecher Ernst Gotzian und vom Schirmherrn, Bürgermeister Norbert Reier.

Sieland ließ die Saison 2011 Revue passieren. Ihm zufolge war es ein Jahr voller "unwiderbringlicher Kulturschätze". Bei der 22. Badeannenrallye konnten Tausende am Eldeufer "tolle Boote und tolle Themen" erleben. Mit Gemeinschaftsgeist, Kreativität und tatkräftigem Handeln aller wurde das Sinken der "Wanne" verhindert. Sieland versprach, dass sich die Rallye auch in diesem Jahr weiterentwickelt: "Wir schauen optimistisch in die Zukunft!"

Für Ernst Gotzian waren "Waldorf & Statler" aus der Muppet Show als Moderatoren der Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr "großes Kino": "Da hat nur noch gefehlt, dass Kermit, Miss Piggy und Co. auch noch gekommen wären. Die zwei in ihrer eignen Art, das war ein ganz besonderer Part. Echt rattenscharf waren diese Alten und Schuld an neuen Lachfalten. Aber auch das gesamte Repertoire, was diesen Abend vorgetragen wurde, war ein Hammer. Was ihr an diesem Abend gezeigt, hat alle ausnahmslos erfreut! Ja, Spaß war mächtig angesagt. Macht weiter so, falls ihr mich fragt!" Beruhigt blickte Gotzian auf die diesjährige Saison. Allein Petrus muss mitmachen und die Sonne scheinen lassen.

Norbert Reier erinnerte, dass auch im Hinblick auf die "Badewanne" in Plau nichts verborgen bleibt: "Eine Kleinstadt ist auch nur ein Dorf." Die neuen Programmideen haben gefruchtet und die Veranstaltungen neuen Pep bekommen: "Nach 22 Regatten haben viele Teilnehmer so manche Wasserschlacht hinter sich gebracht und im Kampfgetümmel zwischen alkoholhaltigen Getränken, Untergang und Wiederauferstehung ihren Spaß gefunden." Noch ist die Strandstraße eine Baustelle, doch keiner kann sich vorstellen, dass die Badewannenregatta nicht stattfinden könnte. Deshalb das Versprechen: "Wir wollen bis zur Badewanne das Wesentliche fertig haben und bis auf Restleistungen die Kampfstrecke wieder in Nutzung nehmen. Es wäre ein würdiger Anlass, das mit der Badewannenregatta zu verbinden und dazu einen Minister einzuladen." Reiers Dank galt Machern, Helfern und Sponsoren, "denn ohne Geld und ehrenamtliches Engagement ist eine Veranstaltung in diesen Dimensionen nicht zu organisieren."

Lang erwartet begann nach den Reden der Höhepunkt des Abends - das Musikprogramm der Extraklasse. Auch an diesem Freitag erschienen zur Freude des Publikums wieder "Waldorf & Statler" und führten durchs Showprogramm mit flotten Sprüchen in der Art von: "Lieber mit scharfen Weibern in der Hölle als mit müden Männern im Himmel". Der Badewannenvorstand hatte erneut weder Kosten noch Mühen gescheut und ein internationales Staraufgebot verpflichtet. Den Auftakt machten alle Akteure zum Queen-Song "We will rock you", begleitet vom rhythmischen Klatschen der Gäste. Um es vorweg zu sagen: Sie hielten ihr Versprechen. Tom Jones trat mit der "Sexbomb" Plaulina auf. Abba hatte sich extra für diesen Abend wieder zusammengefunden und war aus Schweden gekommen, um sich "Gimme, gimme, gimme a man after midnight" zu wünschen. Zwischendurch fragte Waldorf seinen Partner, warum Männer Kinder zeugen und erhielt die Auskunft: "Weil Männer gern was machen, was Hand und Fuß hat!" Um das zu beweisen, wurde Ralf Bendix reaktiviert, der den "Babysittersong" darbot und dazu den Bürgermeister im Bollerwagen durch den Saal zog. Lady Gaga ließ es sich nicht nehmen, in Plau ihr "Pokerface" aufzusetzen, danach schossen auf Inlineskates "Stars on 45" zu einem Beatlesmedlay zwischen die Tischreihen. Peter Fox an der Gitarre erntete reichlich Beifall für sein "Haus am See". Doch der steigerte sich noch, als Jürgen Drews ("lieber am Strand eingekremt als angeschmiert") den "König von Mallorca" zum Besten gab. Der Jubel, das muss allerdings ehrlich angemerkt werden, galt zumeist aber den beiden schnuckligen Tänzerinnen, so dass Zugabe-Forderungen in Richtung Tanzfläche gerufen, aber leider nicht erfüllt wurden.

Ruhigere Töne schlug dann Caro Emerald mit "A night like this" an. Ernst Gotzian intonierte darauf seinen deutschen Text zu Frank Sinatras "My way". Mit Tretrollern erschienen dann die "Fahrende Musikanten". Waren das Cindy und Bert? Beileibe nicht, der anwesende DJ Perry Neudhöfer klärte Fragende auf: "Das sind Nina und Mike". Ein Kulturprogramm ist eben immer mit Bildungserweiterung verknüpft. Ins wahre Leben führten "De Randfichten" mit der immer wieder gestellten Frage "Lebt denn der alte Holzmichl noch?". Die beruhigende Antwort: "Er lebt noch!" Wie sie begonnen, so endete die Show mit dem Einzug der Akteure zur Queen-Musik. Tosender Beifall war der Dank. Nach diesen fulminanten Auftakt braucht niemandem um die 23. Saison der Plauer Badewanne bange zu sein - "Sie lebt noch!"

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