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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

14. Dezember 2017 | 09:23 Uhr

Kinderschutz : Starkes Team für starke Familien

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Familienhilfe Bereich Jugendhilfe des DRK-Kreisverbandes Parchim e.V. setzt vor allem auf den Verbleib der Kinder bei ihren Eltern

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Das Ziel ist klar vorgegeben: Die Priorität der Mitarbeiter rund um Teamleiterin Heike Ahlers liegt beim Kinderschutz. Und das seit vielen Jahren, schließlich gibt es die sozialpädagogische Familienhilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schon sehr lange. Das Lübzer Team mittlerweile seit zwei Jahren. Doch jetzt an einem neuen Standort in der Eldestadt. „Wir sind zum Jahresanfang hierher gezogen“, erzählt Elke Kanzok, DRK-Fachbereichsleiterin Jugendverbund. Mit hierher ist das Gebäude des ehemaligen Amtes Ture in der Grevener Straße von Lübz gemeint. Von dort aus kümmern sich die fünf Mitarbeiter um Familien des Altkreises Lübz – im Auftrag des Jugendamtes.

Die Mitarbeiter sind  Spezialisten auf ihrem Fachgebiet. „Sozialpädagogen sollten die Mitarbeiter schon sein, mindestens einen staatlich anerkannten Erzieher haben“, verdeutlicht Elke Kanzok. Denn die Arbeit der DRK-Familienhilfe ist bedeutend, schließlich geht es um Kinder und um Eltern. Die Familien stehen im Fokus. Da sind manchmal ganz unterschiedliche Methoden der Mitarbeiter gefordert. „Wir haben einen sogenannten Methodenkoffer“, erläutert Elke Kanzok. Dieser werde ganz individuell geöffnet und situativ angewendet.

Noch immer – das wissen die DRK-Mitarbeiter aus Erfahrung – bestehe eine große Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen. „Viele haben einfach Angst. Wir wollen die Hemmschwellen abbauen“, erzählt Heike Ahlers, Teamleiterin am Standort in Lübz. Denn Familien, die die Familienhilfe des DRK Kreisverbandes Parchim e.V. in Anspruch nehmen wollen, müssen sich ans Jugendamt wenden. Dort wird der Antrag auf ambulante Hilfe gestellt, gesetzlich geregelt durch das SGB VIII. „Wir sind nicht zum Kontrollieren und Bevormunden da“, verdeutlicht Teamleiterin Heike Ahlers. „Uns geht es um die Familien, um die Stabilisierung, um den Erhalt der Familienstruktur.“ Doch an erster Stelle steht immer das Wohl des Kindes. „Es gibt auch belastende Entscheidungen“, wirft Elke Kanzok ein. Denn manchmal ist die Fremdunterbringung eines Kindes unumgänglich, aber nicht die Regel. Darauf weisen die DRK-Mitarbeiter immer wieder hin.

Gearbeitet wird gemeinsam mit der Familie, in Einzelgesprächen – mit Kind oder Eltern –, mit den Schulen und Kitas, mit der Diakonie. Um ganz individuell auf die einzelnen Familien und Situationen eingehen zu können, bilden sich die Mitarbeiter stetig weiter. Darauf werde bei der DRK-Familienhilfe großen Wert gelegt. „Wir arbeiten nicht nur mit unterschiedlichen Methoden, sondern auch mit Supervisionen, das heißt, unsere Mitarbeiter müssen sich  selbst reflektieren, sich selbst hinterfragen“, erklärt Elke Kanzok. Denn mit gut ausgebildeten und reflektierten Mitarbeitern steht und fällt die gesamte Arbeit.

Die Mitarbeiter am Lübzer Standort in der Grevener Straße haben das Konzept verinnerlicht. „Wir haben in den vergangenen Jahren ein gutes Netzwerk aufbauen können. Das liegt vor allem am Engagement der Mitarbeiter“, verdeutlicht Fachbereichsleiterin Elke Kanzok.

Um Hemmschwellen weiter abzubauen, wollen die Mitarbeiter präsenter werden. Deshalb findet in der kommenden Woche am Donnerstag, 3. März, von 10 bis 14 Uhr ein Tag der offenen Tür am Standort Lübz statt. „Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und mit uns ins Gespräch zu kommen. Wir wollen Aufklärungsarbeit leisten“, verdeutlicht Heike Ahlers.

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