Busbrandprozess : Staatsanwalt im Kreuzverhör

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Einen etwas ungewöhnlichen Zeugen hat es in der gestrigen Verhandlung beim Busbrandprozess in Schwerin gegeben

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06. März 2013, 12:04 Uhr

Plau am See/schwerin | Einen etwas ungewöhnlichen Zeugen hat es in der gestrigen Verhandlung beim Busbrandprozess in Schwerin gegeben: Staatsanwalt Thomas Bardenhagen musste ins Kreuzverhör. Verteidiger Tobias Schiener aus Parchim hatte im Auftrag seines Mandanten Daniel S. diesen nicht alltäglichen Antrag gestellt.

Der Oberstaatsanwalt hatte die Aussage Thomas Bardenhagen genehmigen müssen. Deshalb kam es gestern in Schwerin zum Kreuzverhör. Der Verteidiger hatte seinen Antrag dahingehend gestellt, dass der Staatsanwalt Bardenhagen Aussagen zur Vernehmung des Beschuldigten Daniel S. am 24. Februar 2012 machen sollte. War der Staatsanwalt bei der Beschuldigtenvernehmung anwesend und welche Rolle spielte er, waren die Kernfragen. Die Fragen aber drehten sich auch um die Durchsuchung der Wohnung. "Dafür aber liegt keine Aussagegenehmigung vor", musste der Oberstaatsanwalt Hans Förster mehrfach einwerfen und das Gericht gab ihm recht. Der Verteidiger möge seinen Antrag neu stellen, wenn er mehr Details wissen wolle, hieß es weiter. So gab es nur Aussagen zum Zeitpunkt der Vernehmung und da bestritt der Staatsanwalt, dass er den Beschuldigten unter Druck gesetzt und auch geduzt haben sollte.

Der Richter Uwe Fiddecke gab bekannt, dass ein erneutes Brandgutachten - wie von der Verteidigung gefordert - nichts bringen würde, da die Tatorte und auch die Busse nicht mehr begutachtet werden könnten. Auch die Bewertung des vorliegenden Brand gutachtens müsse nicht durch ein anderes Gutachten bewertet werden, denn eine Bewertung behalte sich das Gericht vor. Rechtsanwalt Schiener stellte unter anderem noch mehrere Beweisanträge und Gutachten, die seinen Mandanten entlasten sollen. Einige der von ihm genannten Zeugen werden bereits am nächsten Verhandlungstag, am kommenden Freitag, aussagen.

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