Sanierung in Goldberg : Spots an fürs Naturmuseum 2.0

Das Naturmuseum Goldberg: Auch der Bauerngarten wird eine Frischzellenkur bekommen.  Fotos: Sabrina Panknin
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Das Naturmuseum Goldberg: Auch der Bauerngarten wird eine Frischzellenkur bekommen. Fotos: Sabrina Panknin

Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkbaus läuft auf Hochtouren. Am Ausstellungskonzept wird derzeit gefeilt

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18. Februar 2018, 21:00 Uhr

Noch einmal geht’s durch den ehemaligen Haupteingang ins Naturmuseum Goldberg. Nach der Sanierung wird das nicht mehr so sein. Der Eingang befindet sich dann rechter Hand im Hintergebäude, in dem einst Goldbergs Stadtbibliothek untergebracht war.  Besser bekannt als das „Haus des Gastes“, erklärt Anet Voß, Mitarbeiterin im Bauamt des Amtes Goldberg-Mildenitz. „Von dort startet auch der Rundgang durchs neue Naturmuseum“, erklärt sie. Unterdessen wird fleißig gearbeitet. Die Außenarbeiten sind abgeschlossen. Ein neues Dach hat das denkmalgeschützte Gebäude ebenfalls bekommen.

Während Decken und Wände gemalert werden, ist auch David Niemann vor Ort. Die  Jochmann GmbH aus Parchim macht die Elektrik. Beim neuen Eingangsbereich kümmert sich der junge Mann gerade um die richtige Verkabelung. „Im hinteren Bereich haben wir ein barrierefreies WC“, erklärt Anet Voß. Kassenbereich, die Tourist-Info, ein paar Tische und Stühle – all das soll im ehemaligen „Haus des Gastes“ untergebracht werden. Der Eingangsbereich des Naturmuseums der Mildenitzstadt soll schließlich einladend sein.

Vom späteren Haupteingangsbereich geht’s ins eigentliche Museum. Ein Glasverbinder wurde dafür gebaut. „Wir haben hier einen erheblichen Höhenunterschied zu überwinden gehabt“, erklärt die Bauamtsmitarbeiterin. Diese Hürde wurde genommen. Ein Plattformlift ermöglicht auch mit Gehwagen oder Rollstuhl einen Rundgang durchs Museum. Auch für die obere Etage wird es eine Lösung geben. „Am Treppengeländer wird ein Treppenlift angebracht“, erzählt Anet Voß. Doch zunächst geht’s im Erdgeschoss mit dem Rundgang weiter. Alle Wände sind einheitlich gemalert, in allen Räumen wurde eine Fußbodenheizung verlegt. „Auf Sockelhöhe wurde auch eine Wandheizung eingebaut, damit die Wände trocken bleiben.“

Ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren wie das Naturmuseum Goldberg, ist gar nicht so einfach. Das mussten auch die Fachleute erkennen. „Es sind Dinge passiert, die vorher nicht absehbar waren.“ Dennoch im Zeitplan ist die Sanierung, die sich in mehrere Bauabschnitte gliedert. Vier Bauabschnitte insgesamt. Über eine Million Euro wird das Projekt kosten. Aus mehreren Fördertöpfen fließt Geld. Ohne wäre dieses Mammutprojekt nicht zu bewerkstelligen gewesen. „Die Sanierung des Innenraums wird über Leader-Mittel abgedeckt“, erläutert Anet Voß, die nicht nur einen Blick auf die Finanzen hat, sondern auch auf den Bauablauf insgesamt. Regelmäßig gibt es vor Ort eine Baubesprechung.

Über die Treppe geht’s nach oben. Dort hat es die meisten Veränderungen gegeben. Eine Brandschutztür sichert den Flur im schlimmsten Fall ab. Wände wurden versetzt oder herausgenommen. Mehr Platz für das neue Naturmuseum in der Mildenitzstadt. Ein Raum ist auch für Anet Voß kaum wiederzuerkennen. „Hier stand alles voll mit Exponaten. Dieser Raum wird ebenfalls Schaudepot.“

Alle Arbeitsschritte laufen zusammen. Zu einem Ziel. Das neue Ausstellungskonzept soll wirken. Deshalb ist auch im Obergeschoss die Farbgestaltung der Wände einheitlich. Sanfte grau-weiße Töne. „Im Dezember und Januar wurden alle Exponate gesichtet. Jetzt sind die Fachleute gefragt“, erklärt Anet Voß. Die Fachleute sind Museumspädagogen und Historiker. Gemeinsam arbeiten sie mit Stadt und Bauamt an einem neuen Konzept. „Das Drehbuch wird derzeit geschrieben.“Wenn alles weiterhin glatt läuft, dann gehen  in Goldbergs Naturmuseum 2.0 in diesem Jahr noch die Spots an.

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