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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. September 2017 | 02:29 Uhr

Die Sitzverteilung : SPD großer Verlierer im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

SPD verliert fünf Sitze / CDU stärkste Fraktion / Erstmals dabei: Piraten, AfL und AfD / Weniger NPD-Mandate

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Gegen 23 Uhr, als die Prognosen über den Bildschirm des Notebooks flimmerten, war für die SPD der Abend im Parchimer Bistro „Papillion“ gelaufen. 25,5 Prozent – mit der Zahl im Kopf hat SPD-Kreistagsmitglied Christian Brade sehr schlecht geschlafen, wie er sagt. Das vorläufige Wahlergebnis am nächsten Morgen bringt dann die Gewissheit: Seine Partei verliert fünf Sitze. „Zufrieden sein kann man damit nicht“, so Brades vorsichtiges Urteil am Tag nach der Wahl. Das Ergebnis reflektiere in keinster Weise die Arbeit, die die SPD-Kreistagsfraktion in der zurückliegenden Legislaturperiode abgeliefert habe, so der stellvertretende Fraktionschef. Er vermutet, dass die Parteiarbeit in der Öffentlichkeit falsch wahrgenommen wurde. „Ich habe das Gefühl, dass man uns mit für die Streichung öffentlicher Institutionen, wie zum Beispiel der Amtsgerichte, verantwortlich macht und vergisst, dass die Dinge vom Bund entschieden wurden.“

Allein in der SPD-Fraktion werden in der kommenden Legislaturperiode vier hauptamtliche Bürgermeister vertreten sein. Ute Lindenau aus Lübtheen, der Grabower Stefan Sternberg, Gisela Schwarz aus Hagenow und Magret Seemann aus Wittenburg. Wieder mit dabei sind auch der Amtsvorsteher von Dömitz-Malliß Burkhard Thees (FDP), Zarrentins Amtsvorsteher Marko Schilling (SPD) und Pampows Bürgermeister Hartwig Schulz (CDU). Mit dem Plauer Norbert Reier (Die Linke) und dem Goldberger Peer Grützmacher (CDU) schafften es zwei weitere hauptamtliche Bürgermeister in den Kreistag.

Ein Fakt, der Dietrich Groth von der „Allianz Bauern und Ländlicher Raum“ womöglich das Mandat gekostet hat. Der Landwirt aus Bandenitz ist nach drei Legislaturperioden nicht im Kreistag vertreten. Und das, obwohl er mit 760 Kreuzen in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen von allen Bewerbern seiner Wählergemeinschaft bekommen hat. „Meine Wählergemeinschaft hat in der Summe zu wenig Stimmen bekommen“, sagt er. Er ist sich sicher, dass die hauptamtlichen Bürgermeister die meisten Stimmen kriegen. „Da fallen wir Bauern ganz hinten auf dem Wahlzettel oft weg.“ Dennoch ist Groth überaus zufrieden mit dem Ergebnis. Mit mehr als 15 500 Stimmen sind die Bauern viertstärkste Kraft im Kreis. Noch vor den Grünen und der FDP. Das zeige, dass die Arbeit der Landwirte akzeptiert werde. Landwirtschaft, so Groth, führe nur mit der Gemeinde zum Erfolg. Die Bauernallianz geht mit vier statt bisher drei Mandaten in die neue Legislaturperiode. Stärkste Fraktion im Kreistag wird die CDU. Sie gewinnt ganze vier Sitze dazu.

 

 

 

 

 

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