Ganzlin : Spatenstich bei Ganzliner Strolchen

Natürlich war Bürgermeister Jens Tiemer nicht mit leeren Händen in die Kita gekommen. Für die Kleinen gab es einen stattlichen Turm aus Kinderriegeln.
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Natürlich war Bürgermeister Jens Tiemer nicht mit leeren Händen in die Kita gekommen. Für die Kleinen gab es einen stattlichen Turm aus Kinderriegeln.

Gemeinde fiebert Baubeginn der Kita entgegen: Neue Einrichtung wird Zweckbau mit 42 Betreuungsplätzen in Krippe und Kita

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06. März 2018, 17:57 Uhr

Gestern morgen auf dem Gelände des Kindergartens „Kleine Strolche“ in Ganzlin: Es ist Viertel nach neun. Ein paar Minuten noch, dann wird hier der erste Spatenstich für den neuen, lange geplanten Kindergarten-Neubau gesetzt. Es ist das größte und vielleicht ehrgeizigste Projekt der Gemeinde, das nun endlich beginnen und auch noch in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden soll. Die Sonne scheint auf fast schon frühlingshafte Weise, als Bürgermeister Jens Tiemer immer mehr Gäste begrüßen kann. Etliche Gemeindevertreter wollten den Termin auf keinen Fall versäumen, alle drei Landratskandidaten sind angereist, auch ein Landtagsabgeordneter, viele Eltern, die betreuenden Sachbearbeiter des Landkreises sind vor Ort und natürlich das Architekturbüro Lemke-Uphaus aus Parchim, das den Neubau konzipiert hat.

Und dann kommen die wichtigsten Gäste des Tages überhaupt: die „kleinen Strolche“ und ihre Erzieherinnen. Dick eingemummelt sind sie, sind ja schließlich zu so früher Stunde gerade mal so um die Null Grad. Aber das stört die Kleinen nicht. Beherzt und mit allen Buddel-Schaufeln bewaffnet, die ihr Spielgeräteschuppen hergab, steuern sie auf den Bürgermeister und den flachen Kieshügel neben ihm zu. „Den Kies haben wir extra anfahren lassen, sonst hätten wir bei dem gefrorenen Boden wahrscheinlich Presslufthammer gebraucht“, lacht Jens Tiemer und lädt die Kinder ein, gemeinsam mit den Ehrengästen und ihm den ersten Spatenstich zu setzen. Nur einmal - als nämlich Jens Tiemer den Kindern einen stattlichen Turm aus Kinderriegeln gibt und ihnen für ihre Hilfe dankt – halten sie inne. Dann buddeln sie solange, bis der flache Kieshügel ein großer Berg ist.

„Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich losgeht“, sagt Ines Schwager. „Es wird aber auch Zeit, die Gemeinde hat lange darauf gewartet, dass der neue Kindergarten, der wirklich dringend notwendig ist, gebaut wird.“

Seit einem Jahr erst ist Ines Schwager Leiterin bei den „Kleinen Strolchen“, war vordem Erzieherin in Kreien und zuletzt zwei Jahre Leiterin einer großen Einrichtung in Parchim. Dass das ehemalige Wohnhaus unweit des Ganzliner Gutshauses zu beengt und so gar nicht heutigen Standards moderner Kindergärten standhält, ist ihr natürlich nicht entgangen. „Der Neubau“, sagt sie und wiederholt damit auch Tiemers Worte, sei für die Kleinen und damit auch für die Zukunft. Der Bürgermeister hatte überdies unterstrichen, dass einerseits die Gemeinde eine Kindereinrichtung vor Ort erhalten möchte, andererseits der Landkreis der Ansprechpartner der Eltern für den gesetzlichen Anspruch für den Betreuungsplatz ist. „Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Daher wird auch eng miteinander an der Umsetzung gearbeitet“, so Tiemer.

„Im Vorfeld haben wir lange diskutiert, ob wir uns den Kita-Neubau leisten können und ob es klug ist, einen Schuldenberg zu hinterlassen“, sagt Gemeindevertreter Hans-Heinrich Jarchow. „Ich bin der Meinung, dass die Kinder unsere Zukunft sind und deshalb bin ich auch überzeugt, dass sich nächste Generationen nicht beklagen, sondern dankbar sein werden, dass wir den Neubau beschlossen haben. Und sie werden ihn mittragen.“

Im Anschluss an den Spatenstich fand eine Beratung zwischen Gemeinde und dem Planungsbüro statt, um weitere Details für die Umsetzung besprechen zu können.

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